Warnung in Rheinland-Pfalz: Sorge um Kürzungen bei Aktion Grün
- Die in vergangenen Jahren stark zurückgegangene Population an Kiebitzen in Rheinland-Pfalz hat sich dank eines Schutzprojekts wieder etwas erholt. (Archivbild)
- Foto: Boris Roessler/dpa
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Rheinland-Pfalz. Für viele Naturprojekte im Land steht eine wichtige Förderfrage im Raum: Nach Angaben der Grünen-Fraktion wächst die Sorge, dass es beim Naturschutz-Programm „Aktion Grün“ zu Einschnitten kommen könnte.
Das geht aus der Debatte um eine parlamentarische Anfrage hervor. Demnach wurden über das Programm in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Projekte in Rheinland-Pfalz gefördert. Nach vorläufigen Angaben des bis zum Regierungswechsel grün geführten Umweltministeriums in Mainz stellte das Land von 2021 bis Ende April rund 16 Millionen Euro bereit.
Mehr als 100 Vorhaben gefördert
Insgesamt wurden den Angaben zufolge 105 Projekte unterstützt. Dazu zählten 20 Vorhaben von Kommunen, 43 von Vereinen und Verbänden sowie 42 von weiteren Trägern wie Kirchen, Stiftungen, Bürgerinitiativen oder Universitäten.
Die geförderten Projekte verteilten sich auf mehrere Bereiche:
- 32 Projekte zum Schutz von Biotopen
- 46 Projekte zum Artenschutz
- 27 Projekte zur Umweltbildung
Ein Beispiel aus dem Artenschutz ist das Kiebitz-Schutzprojekt der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz, kurz GNOR. Dieses Projekt hatte zuletzt Besuch von der neuen Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider von der CDU.
Grüne fordern Ausbau statt Prüfung
Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, Lea Heidbreder, bezeichnete „Aktion Grün“ als erfolgreiches Programm. Es müsse dringend weiter ausgebaut werden. Besorgt äußerte sie sich zur Ankündigung im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot, das Programm zu evaluieren. Aus Sicht der Grünen weckt das die Sorge vor Kürzungen.
Heidbreder verwies dabei auch auf das geförderte Feldhamster-Schutzprojekt in Mainz. Ohne die Übernahme durch „Aktion Grün“ wäre die letzte Population in Rheinland-Pfalz nach ihrer Einschätzung wahrscheinlich nicht mehr vorhanden. Kritik übte sie zudem daran, dass der Themenbereich Natur und Umwelt nun dem Landwirtschaftsressort zugeordnet ist. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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