Warnung aus Mainz: Wadephul sieht AfD als Risiko für Außenpolitik
- Die Stresemann-Gesellschaft setzt sich für den gesellschaftlichen Dialog sowie das Verständnis für die Außen- und Europapolitik ein. (Archivbild)
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Mainz. Deutschlands außenpolitische Rolle könnte nach Einschätzung von Bundesaußenminister Johann Wadephul geschwächt werden, falls die AfD an einer Regierung beteiligt wäre. Das sagte der CDU Politiker bei einem Treffen der Stresemann Gesellschaft in Mainz.
„Ein Deutschland, in dem die AfD Macht erhält, ist in dieser Welt schwächer“, erklärte Wadephul. Die Partei teile zentrale außenpolitische Grundsätze nicht. Dazu zählten das klare Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung und zum transatlantischen Verhältnis.
Der Minister warf der AfD zudem vor, sich Russland anzunähern. „Sie biedert sich einem russischen Diktator an und trampelt so auf den Interessen eines Landes herum, das sie vorgibt, vertreten zu wollen.“ Wadephul sagte weiter: „Wer für Putin ist, ist nicht für Deutschland.“
Nach seiner Darstellung setze die AfD auf Ausgrenzung, Abschottung und eine Spaltung der Gesellschaft. Unsicherheiten würden gezielt aufgegriffen und mit scheinbar einfachen Lösungen beantwortet. Dadurch werde das politische Ringen um wirksame Entscheidungen erschwert.
Landtagswahlen im Herbst
Im September stehen mehrere wichtige Wahlen an. In Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern und Berlin werden neue Landtage gewählt. In Umfragen lag die AfD zuletzt in den beiden Flächenländern vorn.
Die Stresemann Gesellschaft mit Sitz in Mainz wurde 1955 gegründet. Sie erinnert an den früheren Reichskanzler und Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann. Nach eigenen Angaben fördert der Verein den gesellschaftlichen Dialog sowie das Verständnis für Außen und Europapolitik. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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