Warnstreik in Baden-Württemberg: SWEG-Schulbusse fallen wohl aus
- Erneut Aufruf zu Warnstreik bei der SWEG im Busverkehr. (Archivbild)
- Foto: Bernd Weißbrod/dpa
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Lahr. Fahrgäste und viele Familien müssen sich in mehreren Verkehrsgebieten Baden-Württembergs am Montag, 14. September, und Dienstag, 15. September, auf erhebliche Ausfälle im SWEG-Busverkehr einstellen. Nach Angaben des Unternehmens ruft Verdi Beschäftigte zu befristeten Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen ist demnach auch der Schulbusverkehr, der voraussichtlich vollständig ausfallen werde.
Diese SWEG-Standorte sind betroffen
Nach Unternehmensangaben geht es erneut um mehrere Standorte in Baden-Württemberg. In den zugehörigen Verkehrsgebieten sei mit erheblichen Fahrtausfällen zu rechnen.
- Weil am Rhein
- Müllheim
- Endingen
- Emmendingen
- Lahr
- Offenburg
- Schutterwald
- Kehl
- Gammertingen
- Wiesloch
- Sinsheim
- Dörzbach
- Lauda-Königshofen
SWEG kritisiert Warnstreik zu Schulbeginn
Das SWEG-Management kritisierte den erneuten Warnstreikaufruf scharf. „Verdi bringt eine unnötige Schärfe in die laufenden Verhandlungen, und das auch noch zum Schulbeginn – das ist verantwortungslos“, sagte Konzerngeschäftsführer Thilo Grabo in Lahr.
Worum es in dem Tarifkonflikt geht
Nach Darstellung der SWEG vermengt Verdi bei den aktuellen Warnstreiks zwei Themen. Zum einen gehe es um den seit Ende August abgelaufenen Eisenbahn-Tarifvertrag. Dazu befinde sich Verdi derzeit in Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen und nicht direkt mit der SWEG.
Grabo erklärte, die Arbeitgeberseite habe ein „mehr als verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt. Deshalb seien die Streiks unverhältnismäßig. Zum anderen gehe es um die Auswirkungen von Ausschreibungen im Busbereich. Themen wie Betriebsänderungen und Stilllegungen seien nach dem Betriebsverfassungsgesetz Angelegenheit zwischen Unternehmen und Betriebsrat, nicht zwischen Unternehmen und Gewerkschaft.
Verdi begründet die Warnstreiks mit stockenden Tarifverhandlungen. Bundesweit werde über höhere Entgelte im Eisenbahntarifvertrag verhandelt, teilte die Gewerkschaft mit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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