Waldbrände fordern Einsatzkräfte in Rheinland-Pfalz seit Ende Juni
- Waldbrände fordern Einsatzkräfte in Rheinland-Pfalz seit Ende Juni
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Rheinland-Pfalz. Seit Ende Juni haben zahlreiche teils großflächige Wald- und Vegetationsbrände die Einsatzkräfte im Land gefordert. Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes waren die Lagen wegen ihrer Dynamik und Ausdehnung teilweise besonders anspruchsvoll.
Allein vom 30. Juni bis zum 17. August registrierte das Lagezentrum Bevölkerungsschutz des Landes 41 einsatzbezogene Lagemeldungen, die unmittelbar mit Wald-, Flächen- und Vegetationsbränden zusammenhingen. Dabei arbeiteten örtliche Feuerwehren, überörtliche Einheiten, landesweite Spezialkräfte und das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz eng zusammen. Auch Landwirte und Winzer unterstützten einzelne Einsätze mit Fahrzeugen und Geräten.
Innenstaatssekretär Dirk Herber betont: „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir auch bei größeren und dynamischen Einsatzlagen auf leistungsfähige Strukturen zurückgreifen können. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aller Beteiligten – von der Einsatzleitung vor Ort über die kommunalen und überörtlichen Feuerwehreinheiten bis hin zu den Spezialfähigkeiten des Landes. Das Innenministerium steht hierzu fortlaufend mit dem LfBK im Austausch und begleitet die Entwicklung der Einsatzlagen eng“.
Auch nach dem Löschen bleibt viel Arbeit
Bei größeren Einsätzen nutzten die Kräfte unter anderem Waldbrandzüge, spezielle Tanklöschfahrzeuge, Drohnen sowie weitere Mittel zur luft- und ferngestützten Erkundung. Je nach Lage kamen auch Polizeihubschrauber, das Technische Hilfswerk, Hilfsorganisationen sowie Fachberater und weitere Partner dazu.
Rheinland-pfälzische Einsatzkräfte halfen in den vergangenen Wochen außerdem über die Landesgrenzen hinaus. So unterstützten sie bei einem Waldbrand im Saarland. Auch bei der aktuellen Waldbrandlage im Hohen Venn an der deutsch-belgischen Grenze helfen Kräfte aus Rheinland-Pfalz im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten.
Nach der eigentlichen Brandbekämpfung enden die Einsätze nicht sofort. Bei verschiedenen größeren Wald- und Vegetationsbränden im Land laufen weiterhin Nachlöscharbeiten und Kontrollen, damit die Feuer nicht erneut aufflammen.
Zu den größeren Einsatzlagen der vergangenen Wochen zählten laut Übersicht unter anderem Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz mit rund 50 Hektar am Donnerstag, 14. August, Büchel im Landkreis Cochem-Zell mit rund 40 Hektar ebenfalls am Donnerstag, 14. August, sowie Reichenbach im Landkreis Birkenfeld mit mehr als 22 Hektar am Mittwoch, 30. Juli. In Traisen im Landkreis Bad Kreuznach standen am Donnerstag, 3. Juli, in der Spitze etwa 450 Einsatzkräfte im Einsatz.
Zum Abschluss dankte Herber allen Beteiligten und erklärte: „Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, den unterstützenden Landwirten und Winzern und allen weiteren Beteiligten, die in den vergangenen Wochen unter teilweise schwierigsten Bedingungen im Einsatz waren. Die Bewältigung größerer Wald- und Vegetationsbrände ist immer eine Gemeinschaftsleistung. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass unsere Strukturen funktionieren und die verschiedenen Ebenen gut ineinandergreifen. Wir werden die Einsätze nun gemeinsam analysieren. Sollte es Verbesserungsbedarf geben, werden wir nachsteuern“.
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |