Umbau im Freiburger Hbf: Unterführung gesperrt
- Symbolbild: Am Freiburger Hauptbahnhof baut die Deutsche Bahn bis 2028 Aufzüge, Bahnsteige und Dächer um. Seit Montag, 14. September, ist die nördliche Personenunterführung gesperrt.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Pablo Castagnola
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Freiburg. Am Freiburger Hauptbahnhof müssen Reisende seit Montag, 14. September, längere Wege einplanen, weil die Deutsche Bahn die nördliche Personenunterführung vollständig gesperrt hat. Wer mit Kinderwagen, Fahrrad, Rollator oder schwerem Gepäck unterwegs ist, sollte für den Weg zum Gleis mehr Zeit einrechnen.
Wie die Deutsche Bahn mitteilt, startet die DB InfraGO AG mit der Modernisierung der Zugänge und Bahnsteige. Bis voraussichtlich Dezember 2028 sollen neue Aufzüge, erneuerte Bahnsteige und neue Bahnsteigdächer entstehen. Ziel ist, dass Reisende künftig alle wichtigen Bahnsteige barrierefrei erreichen können.
Warum Reisende jetzt Umwege haben
Die nördliche Personenunterführung bleibt während der Bauarbeiten gesperrt. Die Bahnsteige sind in dieser Zeit nur über die übrigen Zugänge erreichbar. Die DB will vor Ort mit Aushängen und Wegeleitungen über geänderte Wege informieren. Reisende müssen während der einzelnen Bauphasen mit längeren Wegen und zeitweisen Einschränkungen rechnen.
Die Arbeiten sollen abschnittsweise laufen, damit der Zugverkehr möglichst aufrechterhalten werden kann. Über weitere Bauphasen und mögliche zusätzliche Auswirkungen will die Bahn rechtzeitig informieren.
Was die Bahn am Hauptbahnhof umbaut
- In der nördlichen Personenunterführung entstehen fünf neue Aufzüge. Außerdem baut die DB eine neue Zugangstreppe und einen Aufzug zu Bahnsteig 5 mit Gleis 8.
- Die Bahnsteige 3, 4 und 5 werden erneuert. Bahnsteig 3 wird je nach Gleis auf 76 beziehungsweise 55 Zentimeter angepasst. Bahnsteig 4 und Bahnsteig 5 erhalten 55 Zentimeter Höhe.
- Die Bahnsteigausstattung wird erneuert. Dazu gehört auch ein Blindenleitsystem.
- Über den Bahnsteigen 3, 4 und 5 entstehen neue Bahnsteigdächer mit moderner Beleuchtung.
Was das Projekt kosten soll
Nach aktuellem Stand fließen rund 36,7 Millionen Euro in den Umbau. Beteiligt sind die Deutsche Bahn, das Land Baden-Württemberg, der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg, die Stadt Freiburg im Breisgau und der Bund.
Die Stadt Freiburg beteiligt sich an der barrierefreien Erschließung der nördlichen Personenunterführung mit 1,1 Millionen Euro. Für die Erneuerung der Bahnsteige stellt das Land Baden-Württemberg rund 7,8 Millionen Euro bereit. Der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg trägt etwa 1,6 Millionen Euro bei.
Was sich langfristig verbessern soll
Nach Abschluss der Arbeiten sollen Reisende die angebundenen Bahnsteige stufenfrei und deutlich komfortabler erreichen. Das ist vor allem für Menschen mit Gehbehinderung, ältere Fahrgäste, Familien mit Kinderwagen und Reisende mit viel Gepäck wichtig.
Auch der Einstieg in Züge soll einfacher werden. Durch die neuen Bahnsteighöhen ist vielerorts ein nahezu stufenfreier Einstieg möglich. Die Bahn spricht von einer Modernisierung, die den Freiburger Hauptbahnhof für kommende Betriebskonzepte vorbereiten soll.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |