Temperaturrekord in Waghäusel: 41,4 Grad im Südwesten
- Im Südwesten gibt es einen neuen Hitzerekord.
- Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
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Waghäusel. Extreme Hitze betrifft derzeit viele Menschen im Südwesten. In Waghäusel im Landkreis Karlsruhe ist am Samstag, 27. Juni, ein neuer Temperaturrekord für Baden Württemberg gemessen worden.
Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes erreichte die Temperatur im Ortsteil Kirrlach 41,4 Grad. Bereits am Freitag hatte die Stadt einen Rekord gemeldet. Damals wurden 40,6 Grad registriert. Auch dieser Wert beruhte auf vorläufigen Daten.
Der bisherige Höchstwert im Land lag zuvor bei 40,3 Grad. Diese Temperatur wurde am 20. Juli in Bad Mergentheim gemessen. Noch ältere Spitzenwerte stammen aus dem August mit 40,2 Grad in Freiburg und Karlsruhe.
Auch deutschlandweit wurde der Rekord erneut übertroffen. In Möckern Drewitz in Sachsen Anhalt registrierte der Wetterdienst am Samstag um 16.20 Uhr einen vorläufigen Höchstwert von 41,5 Grad. Die Angaben können nachträglich noch überprüft und angepasst werden.
Warum gerade der Oberrheingraben so heiß wird
Besonders häufig werden sehr hohe Temperaturen in Nordbaden gemessen. Laut Deutschem Wetterdienst spielt dabei die geografische Lage eine wichtige Rolle. Der Oberrheingraben liegt vergleichsweise tief und befindet sich im Regenschatten von Pfälzerwald und Odenwald. Diese Bedingungen begünstigen extreme Hitze.
Der Ortsteil Kirrlach liegt nur rund 105 Meter über dem Meeresspiegel und gehört damit zu den niedrigsten Lagen in Baden Württemberg. Noch tiefer liegt lediglich Mannheim mit etwa 98 Metern. Deshalb landet die Stadt bei den jährlichen Temperaturhöchstwerten häufig ebenfalls weit oben.
Messstation und Umgebung können Werte beeinflussen
Neben der geografischen Lage spielen auch lokale Effekte eine Rolle. Dazu gehören etwa Bebauung und versiegelte Flächen in der Nähe einer Messstation.
In Waghäusel Kirrlach steht die Station innerhalb eines Wohngebietes. Die Messstelle in Mannheim befindet sich dagegen außerhalb der Stadt und damit weiter entfernt von aufgeheizten Gebäuden und Straßen.
Idealerweise werden Temperaturen laut Vorgaben der Weltorganisation für Meteorologie in zwei Metern Höhe über kurz gemähtem Rasen gemessen. Der Standort soll frei von Schatten und Hindernissen sein. In der Praxis lassen sich diese Idealbedingungen jedoch nicht immer vollständig umsetzen. Dadurch können Messwerte im Einzelfall leicht höher oder niedriger ausfallen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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