SPD-Niederlage in Rheinland-Pfalz: Kurt Beck spricht von Enttäuschung
- Beck hatte Ministerpräsident Schweitzer (beide SPD) im Wahlkampf aktiv unterstützt. (Archivbild)
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Landtagswahl. Nach der gestrigen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bezeichnet der frühere SPD-Vorsitzende und langjährige Ministerpräsident Kurt Beck das Abschneiden seiner Partei als Enttäuschung.
Beck sagte der Deutschen Presse-Agentur, es brauche einige Stunden, um ein solches Ergebnis zu verarbeiten. Wahlen gehörten zur Demokratie. Man könne gewinnen oder verlieren. Das müsse akzeptiert werden.
Wechsel an der Spitze aus Sicht Becks richtig
Der frühere Ministerpräsident verteidigte den Wechsel im Amt im Juni 2024. Damals hatte Malu Dreyer die Regierungsverantwortung an Alexander Schweitzer übergeben. Beck betonte die persönlichen Werte Schweitzers, seinen Einsatz und die Qualität seiner Reden. Die Entscheidung sei kein Fehler gewesen. Dreyer hatte ihren Rückzug damit begründet, dass ihre Kraft für das Amt nachlasse.
Bundestrend belastet Landes-SPD
Erschwert worden seien die Wahlen in RLP durch den negativen Bundestrend. Auch das schwache Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 5,5 Prozent habe die Ausgangslage verschlechtert. Die SPD habe bundesweit Probleme, ihre Politik verständlich zu vermitteln. Das gelte besonders für Themen, die für Arbeitnehmer wichtig seien.
Sorge über starkes AfD-Ergebnis
Besorgt äußerte sich Beck über das starke Ergebnis der AfD. Die Partei konnte ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und erreichte mit 19,5 Prozent ihren bislang höchsten Wert in einem westdeutschen Bundesland. Viele Menschen seien offenbar stark verunsichert und griffen deshalb zu einfachen Antworten auf komplexe Probleme.
Für mögliche Koalitionsgespräche zwischen der SPD und Wahlsieger CDU in Rheinland-Pfalz erwartet Beck sachliche und verantwortungsvolle Gespräche. Ein Land, das man 35 Jahre regiert habe, lasse man nicht im Stich. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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