So niedrig war der Bodensee Mitte August noch nie
- Der Pegelstand ist auf den tiefsten Wert des Jahres gesunken.
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Konstanz. Am Bodensee ist der Wasserstand so niedrig wie noch nie an einem 13. August. Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg lag der Pegel in Konstanz am Donnerstag bei 275 Zentimetern.
Die Behörde spricht von einem für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Stand. Normalerweise werde das Jahrestief eher im Februar oder März erreicht. Als Gründe nennt die LUBW ausbleibenden Regen, anhaltende Hitze mit hoher Verdunstung und zu wenig Schnee in den Alpen. Dadurch fehle Schmelzwasser aus den Bergen.
Historischer Wert für Mitte August
Schon seit Ende November ist es in Baden-Württemberg nach LUBW-Angaben zu trocken. Auch im alpinen Einzugsgebiet des Bodensees habe es zu wenig geregnet oder geschneit. Deshalb führten die Zuflüsse des Sees, vor allem der Alpenrhein, teils extremes Niedrigwasser. „Und das sehen wir jetzt auch am Bodensee deutlich“, sagte LUBW-Präsident Ulrich Maurer.
Mit 275 Zentimetern wurde laut LUBW der niedrigste jemals an einem 13. August gemessene Wert erreicht. Die Auswertung reicht bis ins Jahr 1850 zurück. Der bisherige Tiefststand dieses Jahres war am 9. Februar mit 276 Zentimetern registriert worden.
Experten rechnen mit weiter sinkendem Pegel
Nach Einschätzung der LUBW dürfte der neue Tiefstand nicht lange Bestand haben, weil der Wasserstand weiter zurückgehen könnte. An einem heißen Sommertag könne die Verdunstung aus dem Bodensee auf bis zu 30 Kubikmeter pro Sekunde steigen. Das entspreche etwa dem Volumen eines Tanklastwagens pro Sekunde. Normalerweise werde dieser Verlust durch Zuflüsse ausgeglichen. In diesem Jahr sei das nicht ausreichend der Fall. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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