Schließung in Dachsberg: Waldorfschule macht zum 31. Juli zu
- Rund 200 Schülerinnen und Schüler sind betroffen. (Archivbild)
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Dachsberg. Für rund 200 Schülerinnen und Schüler endet an der Freien Waldorfschule Dachsberg im Kreis Waldshut der Schulbetrieb zum Donnerstag, 31. Juli. Das Regierungspräsidium Freiburg hält an der Schließung fest und begleitet nach eigenen Angaben den Wechsel an andere Schulen.
Behörde sieht Wohl der Kinder gefährdet
Das Regierungspräsidium begründet den Schritt mit einer „weiterhin bestehenden Unzuverlässigkeit“ des Trägervereins. Ein Weiterbetrieb sei mit Blick auf das Wohl der Kinder und Jugendlichen nicht zu vertreten. Deshalb nimmt die Behörde auch die zuvor ausgesetzten Gerichtsverfahren gegen den Trägerverein wieder auf.
Beschwerden seit dem Frühjahr
Nach Angaben der Schulaufsicht steht sie seit dem Frühjahr mit der Schule in Kontakt. Auslöser sei eine Vielzahl von Beschwerden von Schülern, Eltern und Lehrkräften gewesen. Trotz mehrerer Gelegenheiten zur Mängelbeseitigung seien teilweise falsche Unterlagen vorgelegt worden.
Nach Darstellung des Regierungspräsidiums betrafen die Mängel unter anderem diese Punkte:
- Durchführung von Abschlussprüfungen
- Qualifikation von Lehrkräften
- Verletzungen der Aufsichtspflicht
Weitere Unregelmäßigkeiten bei Zeugnissen
Bereits Ende Juni hatte das Regierungspräsidium mitgeteilt, dass die Genehmigung der Schule widerrufen wurde. Danach hatten sich beide Seiten vorübergehend auf eine Gesprächspause verständigt und das Verfahren beim Verwaltungsgericht Freiburg ruhend gestellt.
Die Schule hatte zuletzt erklärt, viele Mängel seien beseitigt und die nötigen Strukturen für einen genehmigungsfähigen Betrieb geschaffen worden. Das Regierungspräsidium sieht dafür nun aber keine ausreichenden Belege. Echte Verhaltensänderungen im Schulbetrieb oder in der Kommunikation des Trägervereins seien nicht erkennbar.
Aktuell gebe es zudem erneut Unregelmäßigkeiten bei Zeugnissen. Pflichtfächer wie Physik, Geschichte und Geografie seien teilweise gar nicht oder nicht im erforderlichen Umfang unterrichtet worden und hätten in den Zeugnissen gefehlt.
Klage läuft weiter
Der Trägerverein hat gegen den Widerruf der Schulgenehmigung geklagt. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg steht noch aus. Nach Angaben der Schulverwaltung wird der Schulwechsel der betroffenen Kinder und Jugendlichen begleitet. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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