Rekordtief am Bodensee im Juni: Pegel fällt auf 3,30 Meter
- Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee ist trotz Niedrigwasser nicht gefährdet. (Archivbild)
- Foto: Oliver Hanser/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Bodensee. Der Wasserstand des Bodensees hat im Juni einen historischen Tiefstand erreicht. Am Pegel Konstanz wurden zuletzt nur noch 3,30 Meter gemessen. Nach Angaben des Zweckverbands Bodensee Wasserversorgung ist das der niedrigste Wert, der in diesem Monat bisher registriert wurde.
Die heißen Tage erhöhen zugleich den Bedarf an Trinkwasser. Laut einer Sprecherin steigt derzeit die Nachfrage deutlich. Dennoch besteht nach Einschätzung des Verbands keine Gefahr für die Versorgung der Bevölkerung.
Wasserstand rund einen Meter unter dem Durchschnitt
Nach Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden Württemberg steigt der Pegel des größten deutschen Sees normalerweise ab Anfang April langsam an. In diesem Jahr sank der Wasserstand jedoch zuletzt weiter.
Der aktuelle Pegel liegt rund einen Meter unter dem langjährigen Mittelwert von 4,32 Metern. Das teilte die Behörde in dieser Woche mit.
Trinkwasserversorgung weiter gesichert
Die Bodensee Wasserversorgung sieht trotz des ungewöhnlich niedrigen Pegels keine Probleme für Haushalte und Städte. Das Trinkwasser wird aus etwa 60 Metern Tiefe entnommen. In dieser Tiefe steht weiterhin ausreichend Wasser zur Verfügung.
Der Verband entnimmt nach eigenen Angaben nur etwa ein Prozent der Wassermenge, die dem See zufließt. Zusätzlich bestehen große Speicherkapazitäten.
Über das Netz der Bodensee Wasserversorgung werden rund vier Millionen Menschen in etwa 320 Städten und Gemeinden mit Trinkwasser beliefert. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |