Rekordtief am Bodensee bei Konstanz: Pegel nur 3,32 Meter
- Das Wasser im größten See Deutschlands ist aktuell so niedrig wie selten um diese Jahreszeit. (Archivbild)
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Konstanz. Am Bodensee herrscht derzeit ungewöhnlich wenig Wasser. Der Pegel in Konstanz ist am Dienstag, 24. Juni, auf den niedrigsten Stand gefallen, der jemals an diesem Kalendertag gemessen wurde.
Nach Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden Württemberg (LUBW) lag der Wasserstand um 13 Uhr bei 3,32 Metern. Damit liegt der Pegel rund einen Meter unter dem langjährigen Mittelwert von 4,32 Metern.
Auch der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt den Rückgang deutlich. Am gleichen Tag lag der Wasserstand noch bei knapp 3,55 Metern. Der höchste jemals gemessene Pegel an einem 24. Juni beträgt sogar 5,63 Meter. Das sind mehr als zwei Meter über dem aktuellen Wert.
Wasserstand steigt normalerweise im Frühsommer
Üblicherweise steigt der Wasserstand im größten deutschen See ab Anfang April langsam an. Im Juni nimmt dieser Anstieg normalerweise noch zu. In diesem Jahr zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Zuletzt ist der Pegel sogar leicht gesunken.
Die LUBW geht davon aus, dass der Wasserstand in den kommenden Tagen weiter etwas fallen könnte. Bleibt Regen aus, könnte der Pegel sogar unter 330 Zentimeter sinken.
Eine kritische Situation sehen die Fachleute derzeit dennoch nicht. Auswirkungen auf die Schifffahrt am Bodensee und am Rhein gibt es aktuell nicht.
Wenig Schnee und zu wenig Regen
Als Hauptgrund gilt die schwache Wasserzufuhr aus den Alpen. Im Einzugsgebiet des Alpenrheins ist im vergangenen Winter deutlich weniger Schnee gefallen als üblich. Dadurch fehlt ein wichtiger Teil der Schneeschmelze, die den Bodensee im Frühjahr normalerweise speist.
Hinzu kommt, dass es in den vergangenen Monaten auch weniger geregnet hat als im Durchschnitt. Damit der Pegel wieder deutlich steigt, braucht es laut LUBW länger anhaltende und flächendeckende Niederschläge im gesamten Einzugsgebiet des Bodensees.
Für Bootsfahrer gilt bei niedrigem Wasserstand besondere Vorsicht. Vor allem in flachen Bereichen können Untiefen schneller zum Problem werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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