Polizei warnt in Stuttgart vor Gewalt bei Gen-Z-Protesten
- Die Polizei bereite sich bereits intensiv vor, sagte Hagel im Stuttgarter Landtag. (Archivbild)
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Stuttgart. Bei den für Samstag, 31. Oktober, angekündigten Gen-Z-Protesten in Baden-Württemberg bereitet sich die Polizei auf mögliche Störungen vor. Innenminister Manuel Hagel (CDU) warnte im Stuttgarter Landtag nach gewalttätigen Ausschreitungen bei Jugendprotesten in Frankreich und Italien vor ähnlichen Entwicklungen im Südwesten.
„Für diesen gewaltbereiten Mob ist Baden-Württemberg der falsche Ort“, sagte Hagel. Die Behörden beobachteten vor allem die Mobilisierung für Demonstrationen der Initiative „Gen Z steht auf“ aufmerksam. Gewaltbereite Gruppen könnten die Proteste nach Einschätzung der Polizei für eigene Zwecke nutzen.
Demonstrationen in 21 Städten geplant
Die Initiative ruft bundesweit zu Kundgebungen in 21 Städten auf. Im Südwesten sind Demonstrationen in Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg angekündigt. Die Aufrufe hatten sich in den vergangenen Tagen vor allem über soziale Medien verbreitet.
Gefordert werden unter anderem bessere Bildung, bezahlbares Leben und die Ablehnung einer Wehrpflicht. Mitinitiator Akram Selo betonte, die Demonstrationen sollten friedlich verlaufen. Die Initiative distanziere sich klar von jeder Form von Gewalt.
Ausschreitungen in Frankreich als Warnung
In Frankreich hatten am Wochenende 17. und 18. Oktober nach Behördenangaben mehr als 500.000 Menschen überwiegend friedlich demonstriert. Die Gewerkschaft CGT sprach von 800.000 Teilnehmern. Gewalttätige Randalierer überschatteten jedoch die Kundgebungen.
Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte vor vergleichbaren Entwicklungen in Deutschland. Solche Tendenzen müssten frühzeitig gestoppt werden, sagte er. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |