Pilotprojekt an Uni Koblenz: Hunde dürfen mit ins Büro

Fenris hat es bequem, während seine Halterin arbeitet.  | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Fenris hat es bequem, während seine Halterin arbeitet.
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Koblenz. Hunde am Arbeitsplatz sollen an der Universität Koblenz für ein besseres Arbeitsklima sorgen. In einem Pilotprojekt dürfen Mitarbeitende ihre Tiere seit November mit ins Büro bringen.

Derzeit nehmen 17 Hunde an dem Projekt „Bürohunde“ teil. Namen wie Henri, Paula oder Fenris sind auf dem Campus bereits bekannt. Ihre Aufgabe ist simpel. Sie sollen für entspannte Stimmung sorgen.

Entwickelt wurde das Konzept von Yvonne Werle aus dem Zentrum für Lehrkräftebildung und Felicitas Kexel vom International Relations Office. Beide sind selbst Hundebesitzerinnen. Ziel war ein Modell, das die Interessen aller berücksichtigt. Auch Menschen mit Allergien oder Ängsten vor Hunden.

Positive Effekte im Arbeitsalltag

Nach Angaben des Bundesverbands Bürohund gibt es wissenschaftliche Hinweise auf positive Wirkungen von Hunden im Arbeitsumfeld. Tiere im Büro können Stress reduzieren und die soziale Interaktion im Team fördern. Viele Beschäftigte berichten zudem von höherer Arbeitszufriedenheit.

Hunde gelten als gut geeignet für den Büroalltag. Sie sind stark auf Menschen geprägt und können sich an feste Abläufe gewöhnen. Als soziale Begleittiere suchen sie die Nähe zu ihren Bezugspersonen.

Klare Regeln für Mensch und Tier

Bis ein Hund am Projekt teilnehmen darf, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Die Universität hat dafür ein eigenes Regelwerk erstellt.

  • Der Hund braucht eine Begleithundeprüfung oder eine dreimonatige Probezeit.
  • Impfungen müssen vollständig sein.
  • Die Halterinnen und Halter benötigen eine Haftpflichtversicherung.
  • Außerhalb des eigenen Büros gilt Leinenpflicht.
  • Listenhunde sind vom Projekt ausgeschlossen.

Die Tiere dürfen sich nur in den angemeldeten Büroräumen aufhalten. Gemeinschaftsräume wie Teeküchen oder Vorlesungssäle bleiben hundefrei. An den Türen hängt ein Schild mit Foto des jeweiligen Hundes. So ist sofort erkennbar, ob ein Tier im Raum ist.

Studierende dürfen ihre Hunde nicht mitbringen. Der Grund ist einfach. Sie verfügen in der Regel nicht über feste Büroräume.

Entlastung für Beschäftigte

Für viele Mitarbeitende bedeutet das Projekt eine praktische Hilfe im Alltag. Sachbearbeiterin Petra Laux bringt ihren Malteser Mix Paula mit zur Arbeit. In stressigen Momenten reicht oft ein Blick auf den entspannt schlafenden Hund im Körbchen.

Auch für neue Beschäftigte kann das Konzept attraktiv sein. Professorin Finja Grospietsch zog für ihre Professur von Kiel nach Koblenz. Dass ihr Dackel Mischling Henri mit ins Büro darf, habe die Entscheidung für den Umzug erleichtert.

Juniorprofessorin Marie Hopp beschreibt ihren Hund Laika sogar als „Serotoninkatalysator“. Studierende würden regelmäßig anklopfen und fragen, ob sie den Hund kurz streicheln dürfen.

Entscheidung nach einem Jahr

Die Universität will das Pilotprojekt ein Jahr lang testen. Bisher berichten die Verantwortlichen von einem reibungslosen Ablauf ohne Zwischenfälle. Danach soll entschieden werden, ob Bürohunde dauerhaft erlaubt bleiben. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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