Pegel am Bodensee unter 2,50 Meter: Regen in Sicht
- Die Trockenheit sorgt für niedrige Wasserstände am Bodensee. (Symbolbild)
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Bodensee. Für Menschen am Bodensee bleibt der Wasserstand ungewöhnlich niedrig. Am Pegel Konstanz wurden am Wochenende 2,49 Meter gemessen. Damit fiel der Pegel unter die Marke von 2,50 Metern und liegt für die Jahreszeit auf einem extrem niedrigen Niveau.
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg rechnet in den kommenden Wochen mit einem weiteren Absinken. Grund dafür sind die anhaltende Trockenheit und der natürliche Jahresrhythmus des Sees.
Warum der Pegel so niedrig ist
Nach Angaben der Landesanstalt fehlte nach einem schneearmen Winter vor allem Schmelzwasser aus den Alpen. Seit Monaten fielen zudem zu geringe Niederschläge. Der warme Sommer verstärkte die Verdunstung.
Regen angekündigt, Wirkung auf den See offen
Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Montag, 5. Oktober, sowie für Donnerstag, 8. Oktober, „nennenswerten, reichlichen Regen“. Ob diese Niederschläge den Wasserstand am Bodensee wieder steigen lassen, konnte ein Meteorologe zunächst nicht abschätzen.
Rekordwert liegt noch tiefer
Ein Allzeitrekord ist der aktuelle Pegelstand nicht. Die niedrigsten Wasserstände werden am Bodensee meist erst im Winter erreicht. Seit Beginn der Auswertung im Jahr 1850 lag der tiefste Wert Ende Februar und Anfang März 1858 bei 2,26 Metern.
Nach den meist höheren Wasserständen im Frühsommer und Sommer gehen die Zuflüsse zum Spätsommer zurück. Im Herbst und Winter wird Niederschlag in den Alpen häufig als Schnee gespeichert. Erst mit der Schneeschmelze im Frühjahr steigt der Wasserstand normalerweise wieder. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |