Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026: Termin, Wahlrecht und Ablauf
- Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026: Wer künftig in Mainz regiert, entscheidet sich am Wahltag
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Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026. Am Sonntag, 22. März 2026, wählen die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland‑Pfalz einen neuen Landtag. Gewählt wird der 19. Landtag Rheinland‑Pfalz, der mindestens 101 Abgeordnete umfasst. Die Wahl entscheidet darüber, wie sich das Landesparlament in Mainz in den kommenden fünf Jahren zusammensetzt. Die Seite bietet einen Überblick zur Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 – von Wahltermin und Wahlrecht bis zur Sitzverteilung.
Wann findet die Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz 2026 statt?
Die Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 findet am 22. März statt. Die Wahllokale sind am Wahlsonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale beginnt die Auszählung der Stimmen.
Erste Prognosen werden am Wahlabend kurz nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr erwartet. Im weiteren Verlauf des Abends folgen Hochrechnungen, die auf bereits ausgezählten Stimmen basieren.
Das endgültige Wahlergebnis wird erst nach Prüfung durch die Wahlbehörden in den Tagen nach der Wahl offiziell festgestellt.
Der neu gewählte Landtag muss spätestens 75 Tage nach der Wahl zusammentreten. Die erste Sitzung des 19. Landtags ist damit spätestens für den 5. Juni 2026 vorgesehen.
Was macht der Landtag von Rheinland‑Pfalz?
Der Landtag ist das zentrale gesetzgebende Organ des Landes Rheinland‑Pfalz. Er beschließt Gesetze, kontrolliert die Landesregierung und wählt die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten. Außerdem entscheidet der Landtag über den Landeshaushalt und zentrale politische Weichenstellungen im Land. Der Landtag bestimmt damit maßgeblich die politische Richtung des Landes – etwa in Bildung, Innerer Sicherheit oder Infrastruktur.
Der rheinland‑pfälzische Landtag tagt in der Landeshauptstadt Mainz.
Wie setzt sich der Landtag aktuell zusammen?
Abgeordnete, die derselben Partei angehören, schließen sich im Landtag zu sogenannten Fraktionen zusammen. In der laufenden Wahlperiode (2021 bis 2026) sind im rheinland‑pfälzischen Landtag fünf Fraktionen sowie eine Parlamentarische Gruppe vertreten.
Die aktuelle Zusammensetzung im Überblick:
- SPD: 39 Abgeordnete
- CDU: 31 Abgeordnete
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 9 Abgeordnete
- AfD: 6 Abgeordnete
- FDP: 6 Abgeordnete
- Parlamentarische Gruppe FREIE WÄHLER: 4 Abgeordnete
- Fraktionslos: 6 Abgeordnete
Diese Zusammensetzung ergibt sich aus dem Ergebnis der Landtagswahl 2021 sowie späteren Veränderungen während der Wahlperiode.
Wer darf bei der Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz wählen?
Wahlberechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger, die am Wahltag
- die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen,
- mindestens 18 Jahre alt sind,
- seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz in Rheinland‑Pfalz haben (oder sich gewöhnlich im Land aufhalten),
- und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.
Die Stimmabgabe erfolgt geheim, damit jede Wählerin und jeder Wähler ohne Druck oder Einflussnahme entscheiden kann.
Wie wird bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz gewählt?
Die Abgeordneten werden nach der personalisierten Verhältniswahl gewählt. Die Wählerinnen und Wähler haben dabei zwei Stimmen:
- Erststimme (Wahlkreisstimme): Mit ihr wird eine Direktkandidatin oder ein Direktkandidat im Wahlkreis gewählt. Wer dort die meisten Stimmen erhält, zieht direkt in den Landtag ein.
- Zweitstimme (Landes‑ bzw. Bezirksstimme): Sie entscheidet darüber, wie viele Sitze eine Partei insgesamt im Landtag erhält. Die Zweitstimme ist damit ausschlaggebend für die Mehrheitsverhältnisse.
Rheinland‑Pfalz ist in 52 Wahlkreise eingeteilt. 52 Abgeordnete ziehen direkt über die Wahlkreise in den Landtag ein, 49 weitere über die Landes‑ oder Bezirkslisten der Parteien.
Zu den Landeslisten der Parteien bei der Landtagswahl 2026: www.wahlen.rlp.de/landtagswahl/landeslisten-und-wahlkreisbewerbungen
Unterschied zur Bundestagswahl
Auch bei der Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz gibt es Erst‑ und Zweitstimme. Anders als bei der Bundestagswahl wird jedoch nur ein Landesparlament gewählt. Die Zweitstimme bezieht sich nicht auf eine bundesweite Liste, sondern auf Landes‑ oder Bezirkslisten der Parteien in Rheinland‑Pfalz.
Welche Parteien treten bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 an?
Zur Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 treten zwölf Parteien an: SPD, CDU, GRÜNE, AfD, FDP, Freie Wähler, Die Linke, Tierschutzpartei, Volt, ÖDP, BSW und die Partei der Humanisten (PdH). Die Reihenfolge auf dem Stimmzettel richtet sich nach dem Ergebnis der letzten Landtagswahl.
Neben den Parteien bewerben sich in den Wahlkreisen auch parteilose Kandidatinnen und Kandidaten. Eine vollständige Übersicht stellt der Landeswahlleiter Rheinland‑Pfalz bereit.
Wer wird Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz 2026 – und worum geht es politisch?
Amtierender Ministerpräsident ist Alexander Schweitzer (SPD), der das Amt seit 2024 innehat. Bei der Landtagswahl 2026 werben mehrere Parteien um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler. Bislang wird Rheinland‑Pfalz von einer Ampel‑Koalition regiert. Zur Erklärung: Eine Ampel‑Koalition ist ein Regierungsbündnis aus SPD (rot), Bündnis 90/Die Grünen (grün) und FDP (gelb) – benannt nach den Farben einer Verkehrsampel. Ob es zu einem Politikwechsel kommt, entscheidet sich am Wahltag.
Bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 treten die Parteien mit eigenen Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten an, die im Falle einer Regierungsbildung für das Amt des Ministerpräsidenten infrage kommen. Zu den bekanntesten Kandidaten zählen:
- SPD: Alexander Schweitzer
- CDU: Gordon Schnieder
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Katrin Eder
- AfD: Jan Bollinger
- FDP: Daniela Schmitt
- Die Linke: Rebecca Ruppert
- Freie Wähler: Joachim Streit
Welche Kandidatinnen und Kandidaten am Ende tatsächlich für das Amt des Ministerpräsidenten antreten, entscheiden die Parteien formal in ihren jeweiligen Gremien. Änderungen sind bis zur Wahl möglich.
Der Ministerpräsident wird nicht direkt gewählt. Die Wahl erfolgt durch den neu gewählten Landtag, nachdem sich eine Mehrheit gebildet hat.
Wie funktioniert die Sitzverteilung?
Für die Sitzverteilung im Landtag ist die Zweitstimme maßgeblich. Erreicht eine Partei weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen, erhält sie in der Regel keine Sitze im Landtag. Die abgegebenen Stimmen fließen dann nicht in die Sitzverteilung ein.
Was heißt "Fünf-Prozent-Hürde"?
Bei der Landtagswahl in Baden‑Württemberg gilt die Fünf‑Prozent‑Hürde als Sperrklausel. Eine Partei erhält demnach nur dann Sitze im Landtag, wenn sie mindestens fünf Prozent der gültigen Zweitstimmen erreicht. Bleibt eine Partei unter dieser Grenze, zieht sie grundsätzlich nicht über die Landesliste in den Landtag ein. Eine Ausnahme gilt, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat dieser Partei ein Direktmandat in einem Wahlkreis gewinnt: In diesem Fall zieht die direkt gewählte Person auch ohne Erreichen der Fünf‑Prozent‑Hürde in den Landtag ein.
Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen, entstehen Überhangmandate. Diese werden durch Ausgleichsmandate kompensiert, sodass sich die Gesamtzahl der Abgeordneten erhöhen kann.
Briefwahl bei der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026
Wer am Wahltag nicht ins Wahllokal gehen kann oder möchte, kann Briefwahl beantragen. Die Briefwahlunterlagen werden zugeschickt oder können bei der zuständigen Gemeinde abgeholt werden. Der Wahlbrief muss spätestens bis 18 Uhr am Wahltag bei der zuständigen Behörde eingegangen sein.
Rückblick: Ergebnis der Landtagswahl 2021
Bei der Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz am 14. März 2021 ergab sich folgendes landesweites Zweitstimmenergebnis:
- SPD: 35,7 %
- CDU: 27,7 %
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: 9,3 %
- AfD: 8,3 %
- FDP: 5,5 %
- Freie Wähler: 5,4 %
- Die Linke: 2,5 %
- Sonstige: 5,7 %
Das Ergebnis bildet die Ausgangsbasis für die politische Zusammensetzung des Landtags in der laufenden Wahlperiode.
Fazit
Mit der Landtagswahl Rheinland‑Pfalz 2026 entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des nächsten Landtags in Mainz und damit über die politische Ausrichtung des Landes für die kommenden fünf Jahre. Gewählt wird nach dem System der personalisierten Verhältniswahl mit Erst‑ und Zweitstimme.
Neben dem landesweiten Ergebnis spielen auch die Entwicklungen in den einzelnen Wahlkreisen eine wichtige Rolle. Am Wahlabend zeigen die Ergebnisse, ob sich politische Mehrheiten in Rheinland‑Pfalz verschieben. Die Ergebnisse, den Stimmzettel sowie die Auszählung am Wahlabend begleiten wir in gesonderten Übersichten und fortlaufend aktualisierten Artikeln.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Katharina Wirth aus Herxheim |
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