Kulturförderung in Rheinland-Pfalz: Teuber setzt neue Schwerpunkte
- Dem neuen Kulturminister Sven Teuber (SPD) liegen Kinos, Bibliotheken und Begegnungsorte am Herzen.
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Rheinland-Pfalz. Für Kulturschaffende, Kinos und Bibliotheken im Land sollen sich die Bedingungen verbessern. Kulturminister Sven Teuber hat in Mainz angekündigt, Rheinland-Pfalz stärker als Standort für kulturelle Entwicklung und als Heimat für Künstlerinnen und Künstler auszubauen.
Teuber sagte, das Land habe viele kulturelle Stärken, die bisher oft zu wenig wahrgenommen würden. Als Beispiele nannte er das Filmfestival in Ludwigshafen und das Open-Ohr-Festival in Mainz. Ziel sei es, diese Angebote in verlässliche Strukturen einzubetten, damit mehr Bühnen, Auftrittsmöglichkeiten und wirtschaftliche Grundlagen für Kulturschaffende entstehen.
Mehr Unterstützung für Künstler und Verlage
Dazu sollen nach Teubers Vorstellungen attraktive Bedingungen für Kulturschaffende beitragen. Genannt wurden ein ausgeschriebener Newcomer-Jazzpreis und ein neuer Verlagspreis für wirtschaftlich unter Druck stehende Buchverlage.
Außerdem sprach sich der Minister für Honoraruntergrenzen für Künstler aus. Rheinland-Pfalz könne dazu eigene Vorschläge machen. Zugleich forderte Teuber eine Reform der Künstlersozialkasse auf Bundesebene. Selbstausbeutung in Kunst und Kultur dürfe nicht gefördert werden.
Kinos und Bibliotheken als Orte für alle
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kinos, Bibliotheken und Begegnungsorten, vor allem im ländlichen Raum. Bibliotheken böten als Kulturorte großes Potenzial, weil sie Teilhabe für alle ermöglichten, sagte Teuber.
Auch die Kinolandschaft will der Minister stärken. Viele Häuser seien seit der Corona-Pandemie und den Folgejahren wirtschaftlich unter Druck geraten. Nach Teubers Einschätzung ist das Kino für viele Menschen ein erster Zugang zur Kultur und kann damit auch andere kulturelle Angebote stärken.
- Mehr Struktur und Auftrittsmöglichkeiten für Kulturschaffende
- Neue Impulse durch Jazzpreis und Verlagspreis
- Honoraruntergrenzen als Schutz vor Selbstausbeutung
- Stärkung von Kinos und Bibliotheken im ganzen Land
- Mehr Kulturangebote auch im ländlichen Raum
Kulturfördergesetz soll Unabhängigkeit sichern
Mit einem geplanten Kulturfördergesetz will Teuber nach eigenen Worten die Unabhängigkeit von Kunst und Kultur langfristig absichern. Kultur sei wichtig für die demokratische Gesellschaft und müsse frei arbeiten können. Der Minister verwies dabei auch auf die Bedeutung unabhängiger Strukturen. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |