Kritik in Baden-Württemberg: Nabu fordert mehr Klimaschutz

Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Landesbauernverband über schlechte Ernten klage, ohne die Bundes- und Landesregierung ganz konkret zu mehr Klimaschutz aufzufordern, kritisieren die Naturschützer. | Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Landesbauernverband über schlechte Ernten klage, ohne die Bundes- und Landesregierung ganz konkret zu mehr Klimaschutz aufzufordern, kritisieren die Naturschützer.
  • Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Baden-Württemberg. Die Folgen von Dürre und Hitze können Ernten, Höfe und am Ende auch Verbraucher im Südwesten weiter belasten: Der Nabu kritisiert den Landesbauernverband nach dessen Forderung nach Entlastungen bei der Dieselsteuer deutlich.

Nach der schlechten Erntebilanz der Bauern wirft der Naturschutzbund dem baden-württembergischen Landesbauernverband vor, zwar laut Hilfen zu verlangen, aber zu wenig Klimaschutz einzufordern. „Betroffene tierhaltende Betriebe angesichts der Dürre vor dem finanziellen Ruin zu bewahren, ist richtig“, sagte Nabu-Landesvorsitzender Johannes Enssle. „Doch dabei darf es nicht bleiben.“

Nabu sieht zu wenig Druck auf die Politik

Enssle sagte, es sei nicht nachvollziehbar, warum der Verband über schlechte Ernten klage, ohne die Bundes- und Landesregierung konkret zu mehr Klimaschutz aufzufordern. „Die Betriebe zahlen die Zeche für das mangelnde Engagement der Bundesregierung beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung.“

Trockenheit und eine lange Hitzewelle haben in Baden-Württemberg vielerorts Wiesen, Weiden und Ackerfrüchte geschädigt. Der Bauernverband verlangt angesichts der schlechten Erntebilanz unter anderem eine niedrigere Dieselsteuer.

Debatte über Dieselsteuer und Agrarförderung

Die Bauern hätten mit ihren Dieselprotesten gezeigt, dass sie lautstark und eindrucksvoll für ihre Interessen demonstrieren könnten, sagte Enssle. „Ich frage mich, wo ihr Protest bleibt, wenn es um den Klimaschutz geht?“

Statt weiterer aus Sicht des Nabu klimaschädlicher Subventionen für Diesel und Düngemittel solle die Agrarförderung stärker auf die Anpassung an die Klimakrise ausgerichtet werden. Der Verband nennt dafür mehrere Ansätze:

  • mehr Vielfalt auf den Äckern
  • strukturreiche Landschaften
  • humusreiche Böden
  • besserer Wasserrückhalt

Diese Maßnahmen könnten nach Einschätzung der Naturschützer dazu beitragen, Ernteausfälle durch Dürre zu begrenzen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

78 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.