Kritik an Hagel in Stuttgart relativiert: CDU-MIT erklärt Vorstoß
- Manuel Hagel landete mit seiner CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hauchdünn hinter den Grünen von Cem Özdemir. (Archivbild)
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Stuttgart. Nach scharfer Kritik am Wahlkampf von CDU Landeschef Manuel Hagel rudert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion nun teilweise zurück. Die Vorwürfe hätten sich gegen Strategie und Organisation der Kampagne gerichtet. Nicht gegen Hagel als Person.
Die Mittelstandsvereinigung der CDU erklärte, die kritischen Anmerkungen zielten auf die strategische Ausrichtung und die organisatorische Umsetzung des Wahlkampfs. In diesem Zusammenhang betreffe die Kritik zwar auch die Darstellung von Manuel Hagel. Sie richte sich jedoch ausdrücklich nicht gegen ihn persönlich.
Die interne Analyse sei kein Zeichen von Streit in der Partei. Vielmehr gehe es um politische Verantwortung nach der Wahl. Eine kritische Aufarbeitung sei notwendig, um aus Wahlergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch Defizite in der Digitalstrategie des Wahlkampfs seien berechtigt angesprochen worden.
MIT will Gespräche konstruktiv begleiten
Gleichzeitig betonte die Mittelstandsvereinigung ihre Unterstützung für die CDU. Die Organisation wolle die laufenden Sondierungsgespräche konstruktiv begleiten. Grundlage der weiteren Verhandlungen müsse eine bürgerliche und wirtschaftsfreundliche Politik sein, die den Mittelstand stärker in den Mittelpunkt stellt.
Zuvor hatte MIT Landeschef Bastian Atzger den Wahlkampf von Hagel deutlich kritisiert. In der Mitgliederzeitschrift der Mittelstands und Wirtschaftsunion sprach er von einem schlecht geplanten und ungeschickt ausgeführten Wahlkampf. Die Kampagne sei wie eine „Fahrt im Schlafwagen“ verlaufen.
Auch Hagels Umgang mit einem sogenannten „Rehaugen Video“ kritisierte Atzger. Politische und kommunikative Profis hätten ein solches Thema schneller aus der Öffentlichkeit genommen. Charismatische Führungsstärke lasse sich nicht simulieren, schrieb er in seiner Analyse.
Hagel selbst äußerte sich zu den Vorwürfen bislang nicht. Unterstützung erhielt der CDU Landeschef jedoch aus mehreren Parteigliederungen. Der Sozialflügel der CDU, die Junge Union und die Frauen Union stellten sich öffentlich hinter ihn. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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