Katholikentag in Würzburg: Klöckner erzählt Weg in die Politik
- Gut eine Stunde lang stellte sich die Bundestagspräsidentin den Fragen des Moderators.
- Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Würzburg. Ein ungewöhnlicher Einstieg in die Politik kann manchmal bei einem einfachen Grillfest beginnen. Beim Deutschen Katholikentag in Würzburg hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner über ihren persönlichen Weg in die Politik gesprochen.
Die CDU-Politikerin berichtete auf einer Bühne des 104. Deutschen Katholikentags, dass Treffen der Jungen Union in ihrer rheinland-pfälzischen Heimat eine wichtige Rolle spielten. „Ich muss es erstmal so banal sagen, aber es wurde dann unterfüttert“, sagte sie im Gespräch mit Marc Frings, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Die damaligen Grillfeste hätten vor allem eines vermittelt. Gemeinschaft. „Trifft man auf Gleichgesinnte, hat man etwas, was man teilt, wofür man kämpft. Und dann auch beieinander sitzt“, erklärte Klöckner. Später habe sie Politikwissenschaft studiert sowie Theologie und Pädagogik.
Seit März Präsidentin des Bundestags
Klöckner steht seit März an der Spitze des Deutschen Bundestags. Sie ist die vierte Frau in diesem Amt. Zuvor war sie von 2018 bis 2021 Bundeslandwirtschaftsministerin im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Nach der Bundestagswahl arbeitete sie von 2021 bis 2025 als wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU CSU Bundestagsfraktion. Bereits 2022 übernahm sie zudem das Amt der Bundesschatzmeisterin der CDU. Davor war sie zehn Jahre lang stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei.
In Rheinland Pfalz trat Klöckner zweimal als Spitzenkandidatin der CDU bei Landtagswahlen an. Sowohl 2011 als auch 2016 gelang es ihr jedoch nicht, Ministerpräsidentin zu werden.
Warnung vor Hass gegen Politiker
Klöckner sagte beim Katholikentag auch, dass sie froh sei, ihre politische Laufbahn begonnen zu haben, als soziale Medien noch weniger Bedeutung hatten. Heute müssten viele Politiker sofort mit Hass und Hetze im Netz umgehen.
„Es gibt schon Kollegen, die haben schusssichere Fenster daheim. Weil es eben Drohungen gibt“, sagte sie. Jede Drohung sei nicht zu akzeptieren. „Egal von welcher Seite sie kommt.“ dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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