Jagd-Vorstoß in Rheinland-Pfalz: AfD will Jungwölfe bejagen
- Die AfD-Fraktion fordert klare Jagd- und Schonzeiten für den Wolf. (Archivbild)
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Mainz. Für Weidetierhalter und Jäger in Rheinland-Pfalz könnte das neue Landesjagdgesetz klarere Vorgaben zum Umgang mit Wölfen bringen: Die AfD-Landtagsfraktion fordert in Mainz eine Bejagung umherziehender Jungwölfe das ganze Jahr über.
Nach den Vorstellungen der Fraktion sollen außerdem ältere sogenannte Problemwölfe, die Nutztiere gerissen haben, von Anfang November bis Ende Februar abgeschossen werden können. Der Abgeordnete Bernhard Cürten sagte, das neue Landesjagdgesetz müsse Sicherheit für Jäger schaffen. Dafür brauche es klare Jagd- und Schonzeiten für den Wolf.
Die AfD argumentiert, Wölfe dürften nicht allein unter naturschutzrechtlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Nötig sei ein geregeltes Management zum Schutz von Weidetieren. Der Wolf gilt nach EU- und Bundesrecht mittlerweile als jagdbare Art.
Neues Landesjagdgesetz soll im April gelten
Die Novelle des Landesjagdrechts soll nach den Plänen von Forst-, Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christine Schneider im April in Kraft treten. Die Anhörung zu Gesetz und Verordnung läuft. Der rheinland-pfälzische Landtag soll sich spätestens im Februar erstmals damit befassen.
Nach dem Gesetzentwurf soll die obere Jagdbehörde für das ganze Land einen Managementplan für die Wolfspopulation erarbeiten. Umsetzen müssten ihn die unteren Jagdbehörden. Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz 13 erwachsene Wölfe. In den kommenden Jahren könnten es mehr werden.
Sogenannte Problemwölfe dürfen nach dem Entwurf nach einem Nutztierriss unter bestimmten Voraussetzungen und mit Blick auf den Herdenschutz gejagt werden. Der Schütze soll dabei anonymisiert werden, um ihn zu schützen.
Auch Goldschakal und Fischräuber im Blick
Die Oppositionsfraktion spricht sich zudem dafür aus, weitere Arten mit Jagd- und Schonzeiten ins Jagdrecht aufzunehmen. Dazu zählen nach ihren Vorstellungen:
- Graureiher, weil sie aus Sicht der AfD Fischerei und Teichwirtschaft gefährden
- Kormorane, ebenfalls mit Blick auf Fischerei und Teichwirtschaft
- Goldschakale, bei denen die Fraktion eine frühzeitige wissenschaftliche Begleitung der Bestandsentwicklung fordert
Beim Goldschakal gehe es aus Sicht der AfD um ein vorausschauendes Wildtiermanagement. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |