Immer wieder ausgebrochen: Behörde lässt 55 Rinder aus Enkenstein abtransportieren
- 55 Rinder sind betroffen. (Symbolbild)
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Schopfheim. Für Anwohner im Schopfheimer Ortsteil Enkenstein dürfte die Gefahr ausgebrochener Rinder zunächst beendet sein: Das Landratsamt Lörrach hat dort einen Rinderbestand aufgelöst. 55 Tiere wurden von drei Weideflächen eingefangen, verladen und an einen Quarantäne-Standort in einem angrenzenden Landkreis gebracht.
Behörde spricht von schweren Verstößen
Grundlage der Maßnahme ist nach Angaben des Landratsamts ein behördlich verfügtes Rinderhalte- und Betreuungsverbot gegen den Tierhalter. Über viele Jahre hinweg seien bei ihm schwerwiegende Verstöße gegen Tierschutz und Tiergesundheit dokumentiert worden.
Das Veterinäramt habe nach eigenen Angaben zuvor alle verwaltungsrechtlichen Mittel ausgeschöpft. Dazu gehörten Beratungsgespräche und Zwangsgeld-Festsetzungen. In den vergangenen Monaten habe sich die Situation jedoch so stark verschlechtert, dass die Auflösung des Bestands als letztes Mittel unumgänglich gewesen sei.
Eine Kuh musste eingeschläfert werden
Zusätzlich seien die Rinder regelmäßig von den Weideflächen ausgebrochen. Das habe teils Polizeieinsätze ausgelöst. Der Ernährungszustand der Tiere war laut Landratsamt mäßig bis schlecht. Eine Kuh war nicht mehr transportfähig und musste vor Ort eingeschläfert werden.
Die übrigen Rinder werden nun tierärztlich untersucht. Über ihren weiteren Verbleib soll im Einzelfall entschieden werden. Möglich sind laut Behörde eine Weitervermittlung an geeignete Betriebe oder eine Schlachtung. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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