Honigernte in Rheinland-Pfalz: 43 Kilo pro Volk
- Das milde Frühjahr sorgte für eine gute Honigausbeute in Rheinland-Pfalz. (Symbolbild)
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Rheinland-Pfalz. Regionaler Honig bleibt in Rheinland-Pfalz nach einer guten Ernte in diesem Jahr gut verfügbar: Die Imkerinnen und Imker im Land melden eine zufriedenstellende Bilanz. Pro Bienenvolk kamen im Schnitt 42,7 Kilogramm zusammen, wie das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen mitteilte. Das liegt etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Umfragen erfassen Früh- und Sommertracht
Die Angaben beruhen auf zwei Umfragen zu den beiden Ernten des Jahres. Beteiligt haben sich rund 1.150 Imkerinnen und Imker aus Rheinland-Pfalz. Insgesamt gibt es im Land knapp 7.000 Imkerinnen und Imker.
Wetter half den Bienen im Frühjahr
Als Grund für die gute Ernte nennt Saskia Wöhl, Leiterin des Fachzentrums, vor allem günstige Bedingungen im Frühjahr. Kälte und Frost seien weitgehend ausgeblieben. Zudem habe Regen früh im Jahr dafür gesorgt, dass Pflanzen genug Wasser für die Nektarbildung hatten.
Hitze könnte Folgen für Winterbienen haben
Die Hitze und Trockenheit im Sommer beeinträchtigten die Honigernte nach Einschätzung des Fachzentrums kaum, weil die Sommertracht in vielen Regionen schon Ende Juni weitgehend abgeschlossen war. Unklar ist aber, ob die Trockenheit das Pollenangebot eingeschränkt hat. Das könnte die Entwicklung der Winterbienen und die Gesundheit der Völker belasten.
Imker bereiten Völker auf den Winter vor
Nach der Ernte steht für viele Imkerinnen und Imker die Wintervorbereitung an. Dazu gehört laut Eckhard Richter vom Imkerverband Rheinland-Pfalz vor allem die Behandlung gegen die Varroamilbe, einen der größten Schädlinge für Honigbienen. Außerdem erhalten die Bienenvölker Zuckerwasser, damit sie genug Nahrung für die kalten Monate haben. Ob die außergewöhnliche Sommerhitze die Bienengesundheit langfristig belastet, ist nach Angaben des Fachzentrums noch unklar. dpa/red
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |