Erste Bischofsernennung durch Papst Leo XIV. in Bayern: Christian Würtz übernimmt Eichstätt
- Christian Würtz (Mitte) war 2019 in Freiburg Weihbischof geworden. (Archivbild)
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Freiburg. Für katholische Gläubige in Bayern steht fest, wer das Bistum Eichstätt künftig leitet: Der Freiburger Weihbischof Christian Würtz wird neuer Bischof der Diözese. Die Personalentscheidung von Papst Leo XIV. wurde am Dienstagmittag im Eichstätter Dom und zeitgleich im Vatikan bekanntgegeben.
Mit Applaus ist der 55-Jährige im Dom begrüßt worden. „Es braucht Mut, sich in eine völlig neue Situation hineinzubegeben“, sagte Würtz. „Der Abschied aus Freiburg fällt mir nicht leicht.“ Der neue Eichstätter Bischof stammt aus Karlsruhe und hat zwei Doktortitel in Jura und Theologie.
Nachfolge nach Rücktritt von Gregor Maria Hanke
Der bisherige Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke hatte sein Amt im Juni abgegeben, nachdem Papst Leo XIV. sein Rücktrittsgesuch angenommen hatte. Hanke galt als entschiedener Kritiker der Reformbestrebungen deutscher Katholikinnen und Katholiken und stand dem Reformprojekt Synodaler Weg kritisch gegenüber.
Mit der Ernennung von Würtz trifft Papst Leo XIV. seine erste wichtige Personalentscheidung für ein bayerisches Bistum. Eichstätt ist mit 334.517 Katholikinnen und Katholiken nach Kirchenangaben das kleinste Bistum in Bayern. Die Diözese erstreckt sich vom Süden Nürnbergs bis nach Ingolstadt.
Bistum Eichstätt stand zuletzt wegen Finanzskandal im Blick
In den vergangenen Jahren war das Bistum Eichstätt vor allem wegen eines Finanzskandals in den Schlagzeilen. Verantwortliche standen vor Gericht, weil das Bistum spekulative Immobilieninvestitionen in den USA in Höhe von rund 60 Millionen US Dollar getätigt hatte, die nicht wie geplant zurückflossen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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