„Dann ist das nicht mehr meine Partei“: Strobl warnt CDU vor AfD-Kurs
- Der Landtagspräsident Thomas Strobl warnt vor einer Zusammenarbeit mit der AfD.(Archiv)
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Stuttgart. Für CDU-Wähler im Südwesten verschärft Thomas Strobl vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Debatte über den Umgang seiner Partei mit der AfD. Der frühere baden-württembergische Innenminister und heutige Landtagspräsident fordert eine klare Abgrenzung. „Eine Zusammenarbeit mit der AfD im Bund und in den Ländern, egal ob Koalition, Kooperation oder Duldung, darf es nicht geben“, sagte Strobl.
Käme es dennoch dazu, „dann ist das nicht mehr meine Partei“, ergänzte der CDU-Politiker. Von einem möglichen Parteiaustritt spricht Strobl auch auf Nachfrage nicht. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nach aktuellen Umfragen schwierig werden könnte.
Keine Absprachen auch auf kommunaler Ebene
Nach Strobls Überzeugung darf es auch in Kommunen keine gemeinsamen Anträge oder Absprachen von CDU und AfD geben. Zugleich sagte er, die CDU müsse gute sachbezogene Anträge nicht allein deshalb zurückziehen, weil auch die AfD dafür stimme. Andernfalls mache sich die CDU von der AfD abhängig.
Kauder mahnt: „Brandmauer muss halten“
Auch der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, positioniert sich klar. Das Portal „Table.Briefings“ zitierte ihn mit den Worten: „Wir müssen aus der Geschichte lernen, uns nicht täuschen zu lassen.“ Er sei entsetzt über Forderungen, man müsse eine Zusammenarbeit mit der AfD eben einmal ausprobieren. Die Brandmauer müsse halten, sagte Kauder demnach. „Sonst ist die CDU erledigt.“
In Sachsen-Anhalt wird am Sonntag, 6. September, ein neuer Landtag gewählt. In den jüngsten Umfragen liegt die AfD klar vor der CDU. Auch die Werte kleinerer Parteien deuten darauf hin, dass die Bildung einer neuen Landesregierung kompliziert werden könnte. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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