Brückenbau in Bad Neuenahr: Letztes Teil der Landgrafenbrücke sitzt
- Die neue Landgrafenbrücke wird rund 48 Meter lang und 14,50 Meter breit sein. (Archivbild)
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Zentrum soll zurückkehren. Beim Neubau der Landgrafenbrücke ist ein entscheidender Bauabschnitt geschafft worden. In der vergangenen Woche wurde das letzte Brückenteil eingesetzt.
Nach Angaben der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hoben zwei Mobilkräne mit jeweils 800 Tonnen Traglast die teils mehr als 100 Tonnen schweren Stahlteile an ihren Platz. Insgesamt bestehen die neuen Überbauten aus drei Brückenfeldern. Mit dem Einhub beginne nun die letzte Bauphase.
Die Brücke war in der Flutkatastrophe im Sommer 2021 zerstört worden. Ihr Wiederaufbau gilt für die Stadt als besonders wichtig. Die Verbindung führt durch das Zentrum und verbindet mehrere wichtige Verkehrswege.
Weitere Bauarbeiten bis zur Freigabe
Nach dem Einheben werden die Brückenteile nun dauerhaft miteinander verbunden. Danach folgen mehrere Arbeitsschritte:
- Verstärkung der Fahrbahn mit Stahl
- Betonarbeiten und Asphalt
- Montage von Geländern
- Technische Prüfungen der Konstruktion
Anschließend werden noch Stützwände gebaut. Erst danach kann die provisorische Behelfsbrücke wieder entfernt werden. Die Stadt plant die Verkehrsfreigabe im Herbst 2026.
Größer und robuster als zuvor
Die neue Landgrafenbrücke wird rund 48 Meter lang und etwa 14,5 Meter breit. Die alte Brücke hatte eine Länge von 33 Metern. Vorgesehen sind zwei Fahrspuren für Autos sowie beidseitige Radfahrstreifen und getrennte Gehwege.
Die Konstruktion kommt ohne Fugen und bewegliche Lager aus. Dadurch gilt das Bauwerk als besonders robust und wartungsarm.
Ausgelegt für extreme Hochwasser
Beim Neubau spielt der Hochwasserschutz eine zentrale Rolle. Die Brücke ist so geplant, dass sie ein statistisch hundertjährliches Hochwasser bewältigen kann. Nach der Flutkatastrophe 2021 wurde der dafür angesetzte Abflusswert für die Ahr-Region deutlich erhöht.
Zusätzlich wurden die Pfeiler in Fließrichtung angeordnet. Dadurch soll das Bauwerk auch bei extremen Wassermengen stabil bleiben.
Die Kosten für das Projekt liegen nach Angaben der Stadt bei rund neun Millionen Euro. Finanziert wird der Bau aus dem Wiederaufbaufonds. Insgesamt werden im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler 16 zerstörte Brücken neu errichtet. Eine der ersten vollständig wiederhergestellten Querungen war im Oktober 2025 die Heppinger Brücke. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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