Antisemitismus-Vorwürfe: Linke weist Kritik zurück

Der Linken-Politiker Luigi Pantisano lobt die Nahost-Debatte in seiner Partei. (Archivbild) | Foto: Elisa Schu/dpa
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Berlin. In der Debatte über Antisemitismus innerhalb der Partei Die Linke weist ein Bewerber um den Bundesvorsitz die Vorwürfe zurück. Luigi Pantisano betonte in Berlin, die Partei müsse Raum für Diskussionen über den Nahostkonflikt bieten.

„Ich bin stolz darauf, dass die Linke die Partei ist im Land, die der Debatte zum Nahen Osten einen Raum gibt“, sagte Pantisano. Gerade jüngere Menschen hätten viele Fragen zum Konflikt. Dafür brauche es offene Gespräche.

Klare Haltung zu Israels Existenzrecht

Pantisano stellte zugleich klar, dass das Selbstbestimmungsrecht Israels für ihn nicht infrage stehe. „Es gibt kein Rütteln am Selbstbestimmungsrecht Israels. Wir stehen für die Sicherheit der Jüdinnen und Juden in Deutschland, weltweit und auch in Israel.“

Zugleich müsse auch die Lage der palästinensischen Bevölkerung berücksichtigt werden. Wenn dieser die Existenz genommen werde, werde sich die Linke ebenfalls an ihre Seite stellen.

Hamas als Terrororganisation bezeichnet

Der Politiker verurteilte den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Die Hamas sei eine Terrororganisation. Das Geschehen an diesem Tag sei eines der schlimmsten Kriegsverbrechen der vergangenen Jahrzehnte gewesen. Ein Kriegsverbrechen rechtfertige jedoch kein anderes.

Kampf um Parteivorsitz im Juni

Pantisano hat seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Linken angemeldet. Parteichef Jan van Aken hatte zuvor aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug angekündigt. Co Chefin Ines Schwerdtner will erneut antreten.

Über den neuen Parteivorsitz entscheidet ein Parteitag in Potsdam im Juni. Die Linke sieht sich seit Jahren mit Antisemitismus Vorwürfen konfrontiert. Zuletzt sorgte ein Beschluss des Landesverbands Niedersachsen für Kritik. Darin wandte sich der Verband gegen den „heute real existierenden Zionismus“. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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