100-Prozent-Wahlbeteiligung in Dierfeld bei der Landtagswahl
- Dierfeld hat sich mit Manderscheid zu einem Stimmbezirk zusammengetan.
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Landtagswahl. In Dierfeld im Kreis Bernkastel-Wittlich haben alle Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die kleinste Gemeinde in Rheinland-Pfalz erreicht damit bei der Landtagswahl eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent.
Dierfeld zählt derzeit 15 Einwohner. Wahlberechtigt sind acht Personen. Ortsbürgermeister Roderich von Greve-Dierfeld sammelte die Wahlbriefe und warf sie gemeinsam ein. „Acht Wahlbriefe von acht wahlberechtigten Einwohnern“, sagt der parteilose Ortschef.
Die Wahlbeteiligung sei in dem Ort traditionell sehr hoch. „Wir achten darauf“, erklärt von Greve-Dierfeld. Zur Gemeinde gehören ein großes Hofgut, ein Gartenbaubetrieb sowie 14 Hektar Gemeindewald und rund 180 Hektar Privatwald.
Auszählung in Manderscheid aus Gründen des Wahlgeheimnisses
Zur Landtagswahl am Sonntag, 22. März, bildet Dierfeld gemeinsam mit der nahegelegenen Stadt Manderscheid einen Stimmbezirk. Die Stimmen werden dort ausgezählt. Hintergrund ist das Wahlgeheimnis. Bei nur wenigen Wählern wäre sonst leicht erkennbar, wie einzelne Personen abgestimmt haben.
Bei Kommunalwahlen wird die Wahlurne weiterhin direkt im Ort aufgestellt. Der Gemeinderat in Dierfeld besteht aus sechs Mitgliedern und dem Ortsbürgermeister.
Kleinste Gemeinde bewahrt ihre Eigenständigkeit
Dierfeld gilt als kleinste Gemeinde des Landes. Für den Ortsbürgermeister ist das ein besonderer Status. „Weil wir diese Eigenständigkeit bewahrt haben“, sagt er. Zum Ort gehören eine Kapelle und ein Friedhof. Das Anwesen liegt abgeschieden zwischen Wäldern und Feldern.
Die Einwohner sind Familienangehörige oder Beschäftigte des Gutes. Das Landgut wurde im 16. Jahrhundert als Jagdschloss der Grafen von Manderscheid errichtet und ging Anfang des 20. Jahrhunderts in den Besitz der Familie von Greve über.
Viele Kleingemeinden in Rheinland-Pfalz
Nach Angaben des Statistischen Landesamts gibt es in Rheinland-Pfalz rund 2.300 Gemeinden und Städte. Mehr als 140 davon haben weniger als 100 Einwohner. Weitere sehr kleine Gemeinden liegen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, darunter Hamm mit 16 und Keppeshausen mit 17 Einwohnern.
Aus rechtlichen Gründen müssen Stimmbezirke zusammengelegt werden, wenn weniger als 30 Stimmzettel in einer Wahlurne zu erwarten sind. So soll das Wahlgeheimnis gewahrt bleiben. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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