Zoll stoppt 2000 JBL-Kopfhörer: Verdacht auf unerlaubten Import
- Der Zoll stoppte eine Lieferung mit mehr als 2000 JBL-Kopfhörern und Lautsprechern. Die Originalprodukte sollten ohne Zustimmung des Markeninhabers in die EU eingeführt werden.
- Foto: Hauptzollamt Ulm
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Ulm. Am Donnerstag, 19. Februar, stoppten Beamte des Zollamts Donautal eine Lieferung mit insgesamt 2.138 Elektronikgeräten aus China. In der Sendung befanden sich 754 Kopfhörer und 1.384 Lautsprecher der Marke JBL, die für einen Technikvertrieb im Landkreis Augsburg bestimmt waren.
Den Zöllnern fielen Unstimmigkeiten in der Lieferkette auf. Deshalb überprüften sie die Ware genauer. Wie das Hauptzollamt Ulm berichtet, wurde anschließend der gesetzliche Vertreter des Markeninhabers JBL informiert. Dieser bestätigte: Es handelt sich zwar um Originalprodukte – sie sollten jedoch ohne Zustimmung des Rechteinhabers in die Europäische Union eingeführt und hier verkauft werden.
Solche sogenannten Parallelimporte sind in Deutschland und der EU unzulässig, wenn die Ware erstmals ohne Zustimmung des Markeninhabers auf den europäischen Binnenmarkt gelangt. Auf Antrag des Rechteinhabers stellte der Zoll die gesamte Sendung sicher. Ob die Kopfhörer und Lautsprecher später vernichtet oder wieder ausgeführt werden, ist derzeit noch Teil des laufenden Verfahrens.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |