Zahl der Banküberfälle in Rheinland-Pfalz stark gesunken

Banküberfälle gehören nicht (mehr) zum Alltag von Einsatzkräften. (Archivbild) | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Banküberfälle gehören nicht (mehr) zum Alltag von Einsatzkräften. (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Banküberfälle sind im Land deutlich seltener geworden. Nach aktuellen Zahlen des Landeskriminalamts treten solche Taten heute nur noch vereinzelt auf.

Auslöser für die neue Aufmerksamkeit war ein Raubüberfall in Sinzig. Insgesamt zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik jedoch einen klaren Trend. Während 2006 noch 40 Überfälle auf Geldinstitute registriert wurden und 2007 sogar 42, liegen die Zahlen seit 2017 nur noch im einstelligen Bereich.

Im vergangenen Jahr wurden lediglich zwei Fälle erfasst. In den beiden Jahren davor tauchten in der Statistik gar keine Banküberfälle auf. Dabei gilt eine Besonderheit. Die Fälle werden erst nach Abschluss der Ermittlungen in die Statistik aufgenommen. Die Tat selbst kann also auch früher passiert sein.

Überfälle auf Geldtransporter ebenfalls selten

Auch Raubüberfälle auf Geld oder Werttransporte kommen nur noch selten vor. Für das Jahr 2025 wurde ein Fall registriert. In den beiden Jahren davor gab es laut Statistik keinen einzigen.

Den Höchststand seit 2006 gab es im Jahr 2014. Damals wurden sieben Überfälle auf Geldtransporte gezählt.

Warum Banküberfälle immer unattraktiver werden

Nach Einschätzung des Landeskriminalamts spielen vor allem bessere Sicherheitsvorkehrungen eine Rolle. Viele Banken haben ihre Filialen technisch aufgerüstet und Bargeldbestände reduziert.

  • Sicherheitsverglasung und Zugangsschleusen
  • Videoüberwachung und Alarmanlagen
  • Zeitverzögerte Tresoröffnungen
  • Schulungen für Beschäftigte

Hinzu kommen verschärfte Strafen bei schweren Raubdelikten. Dadurch verlieren klassische Banküberfälle zunehmend an Attraktivität.

So hoch waren zuletzt die Schäden

Bei dem im Jahr 2025 erfassten Banküberfall entstand laut Statistik ein Schaden von rund 162800 Euro. Bei einem Überfall auf einen Geld oder Werttransport wurden weitere 4000 Euro erbeutet.

Zum Vergleich. Im Jahr 2022 lag der Schaden aus zwei erfassten Banküberfällen bei rund 44000 Euro.

Ob sich Kriminalität stattdessen stärker auf Geldautomatensprengungen oder Cyberangriffe verlagert hat, lässt das Landeskriminalamt offen. Diese Delikte hätten zuletzt zwar an Bedeutung gewonnen. Ein direkter Zusammenhang mit dem Rückgang klassischer Banküberfälle sei bisher jedoch nicht belegt. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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