Waldbrand nahe Bad Kreuznach: Regen hilft Einsatzkräften

Das Feuer war am Samstagnachmittag in einem Waldgebiet ausgebrochen. | Foto: Kevin Schößler/dpa
  • Das Feuer war am Samstagnachmittag in einem Waldgebiet ausgebrochen.
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Bad Kreuznach. Beim Waldbrand nahe Bad Kreuznach hat Regen in der Nacht auf Montag, 29. Juni, die Lage für die Einsatzkräfte deutlich entspannt. Nach Angaben der Landrätin Bettina Dickes ist das Feuer inzwischen unter Kontrolle.

„Wir haben die Lage im Griff“, sagte die CDU-Politikerin am Montagmorgen im SWR. Der Regen habe das Feuer „nach unten gedrückt“. Offene Flammen seien derzeit nicht mehr zu sehen.

Gelöscht ist der Brand allerdings noch nicht. In vielen Bereichen glimmt das Feuer weiter im Boden und in der Vegetation. Einsatzkräfte kontrollieren die Fläche weiter und löschen Glutnester. Auch ein aufgebauter Wall aus Sprenklern habe gehalten.

Brand nahe dem Rotenfels

Das Feuer war am Samstagnachmittag, 27. Juni, in einem Waldgebiet nahe dem Rotenfels an der Nahe ausgebrochen. Die Brandbekämpfung ist besonders schwierig. Im Boden liegt noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb können Teile des Geländes nur eingeschränkt betreten werden.

Aus Sicherheitsgründen wurde der Ort Traisen am Sonntag, 28. Juni, vorsorglich vollständig geräumt. Wie lange die Nachlöscharbeiten dauern, war am Montagmorgen noch unklar. Die Polizei kündigte an, die Lage nach dem nächtlichen Regen neu zu bewerten.

Debatte über Waldschutz und Klimawandel

Der Brand hat auch eine politische Debatte ausgelöst. Die FDP-Kreisvorsitzende im Westerwald, Jana Gräf, sieht in solchen Ereignissen eine wachsende Herausforderung für Forst und Sicherheitspolitik.

Sie fordert unter anderem mehr Löschwasserstellen, Löschteiche und dauerhaft befahrbare Waldwege. Auch Brandschneisen und die Beseitigung von Sturmholz seien wichtig. Waldschutz sei heute immer auch Bevölkerungsschutz, erklärte sie. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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