Urteil in Stuttgart erwartet: Prozess um mutmaßliche Russland-Agenten

Den Ukrainern wird vorgeworfen, im Auftrag Russlands Anschläge geplant zu haben. (Archivbild) | Foto: dpa
  • Den Ukrainern wird vorgeworfen, im Auftrag Russlands Anschläge geplant zu haben. (Archivbild)
  • Foto: dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Stuttgart. Im Staatsschutzprozess um mutmaßliche Sabotagepläne gegen den Güterverkehr in Deutschland wird am Dienstag, 18. August, in Stuttgart das Urteil erwartet. Das Oberlandesgericht will die Entscheidung ab 10 Uhr verkünden.

Die Bundesanwaltschaft wirft drei ukrainischen Angeklagten im Alter von 22, 25 und 30 Jahren vor, als Agenten für einen russischen Nachrichtendienst gehandelt und Brandanschläge vorbereitet zu haben. Nach den Ermittlungen soll sich der Plan gegen Transportwege eines Paketdienstleisters gerichtet haben.

Die drei Männer waren im Mai vergangenen Jahres in Köln, Konstanz und im Schweizer Kanton Thurgau festgenommen worden. Aus Sicht der Anklage gehörten sie zu einem Sabotageplan, bei dem Lieferketten und Transportabläufe ausgespäht werden sollten.

Pakete mit GPS-Trackern als Teil des Vorwurfs

Nach Darstellung der Anklage verschickten die Männer im März über einen ukrainischen Postdienst zwei Pakete mit GPS-Trackern in Richtung Ukraine. Damit sollten laut Generalbundesanwalt Routen und Abläufe bei dem Paketdienstleister ausgeforscht werden.

Im nächsten Schritt sollten nach Überzeugung der Anklage Pakete mit Brandsätzen auf den Weg gebracht werden, die sich während des Transports entzünden. Die Beschuldigten sollen zugesagt haben, diese Pakete zu verschicken. Noch in der Vorbereitungsphase seien sie jedoch aufgeflogen.

Bundesanwaltschaft fordert mehrjährige Haftstrafen

Im Plädoyer forderte der Vertreter der Bundesanwaltschaft Haftstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten sowie vier Jahren und drei Monaten. Die Verteidiger beantragten Freispruch.

Der Fall erinnert an weitere sicherheitsrelevante Vorfälle. Im Jahr 2024 entzündete sich in einem DHL-Logistikzentrum in Leipzig ein Luftfrachtpaket. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass es im Auftrag Russlands platziert worden war.

Erst Anfang August war am Leipziger Flughafen nahe ukrainischer Transportflugzeuge eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt dort wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem „hybriden“ Angriff „fremder Mächte“. dpa/red

Weitere Themen:

Ratgeber

Jetzt Blaulicht-Newsletter abonnieren und informiert bleiben

Neuer Blaulicht-Newsletter. Ab sofort bieten wir Ihnen einen wöchentlichen Blaulicht-Newsletter, der Sie regelmäßig über aktuelle Polizeimeldungen, Feuerwehreinsätze und neue Betrugsmaschen aus der Pfalz und Mannheim informiert. Unser Ziel ist es, Ihnen wertvolle Tipps zu geben, wie Sie sich und Ihre Liebsten im Alltag schützen können und zu erfahren, was in der Region passiert. Der Newsletter liefert Ihnen: Aktuelle Polizeiberichte zu Vorfällen in der Region.Einsätze der Feuerwehr, damit Sie...

Ratgeber

Die Geschichten hinter den Sirenen: das Blaulicht-Jahr 2025

Rückblick Blaulicht 2025. Manche Nachrichten lassen einen kurz innehalten. Weil sie zeigen, wie schnell ein Alltag kippen kann. Und weil sie daran erinnern, wie schmal der Grat zwischen Routine und Ausnahmezustand ist. Der Blaulicht-Jahresrückblick erzählt von genau diesen Momenten – von Einsätzen, die Spuren hinterlassen haben. Bei Betroffenen. Und bei denen, die helfen. Hier gibt es einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres in der Pfalz und der Region. Immer aktuell bleiben...

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

79 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.