Urteil in Ellwangen nach Beil-Angriff auf Ex-Frau verschoben
- Das Urteil wird nun für Freitag erwartet.
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Gewaltprozess. In Ellwangen verzögert sich das Urteil nach einem schweren Angriff auf eine Seniorin. Vor dem Landgericht ist die Entscheidung gegen den angeklagten Ex-Mann auf Freitag, 27. März, verschoben worden.
Die Staatsanwaltschaft hat die Verlesung ihres Plädoyers vertagt. Sie wirft dem 78 Jahre alten Angeklagten versuchten Totschlag vor. Hintergrund der Tat soll ein Streit um die Scheidung Ende August gewesen sein.
Angriff im gemeinsamen Haus
Nach Angaben der Anklage eskalierte die Auseinandersetzung im gemeinsamen Wohnhaus. Der Mann soll zunächst mehrfach mit einem Küchenmesser auf seine ebenfalls 78 Jahre alte Ex-Frau eingestochen haben. Danach habe er mit einem Fleischbeil mindestens 25 Mal auf sie eingeschlagen.
Die Frau erlitt Schnittverletzungen an Händen, Unterarmen und am Hals. Hinzu kamen lebensgefährliche Kopfverletzungen. Sie überlebte den Angriff nur durch schnelles Eingreifen.
Angehörige alarmierten Polizei
Nach der Tat soll der Mann seinen Sohn angerufen haben. Er habe gesagt, er könne sehen, dass seine Mutter „erledigt“ worden sei. Angehörige verständigten daraufhin Polizei und Rettungskräfte. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft rettete dies der Seniorin das Leben.
Der Mann wurde festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Geschädigte tritt über ihren Anwalt als Nebenklägerin auf. Ob sich der Angeklagte im weiteren Verfahren zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zunächst offen. Zum Prozessauftakt wurde ausschließlich die Anklage verlesen dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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