Terrorverdacht in Cuxhaven und Bremerhaven: Razzien gegen junge Gruppe
- Bei Durchsuchungen wegen Terrorverdachts in Cuxhaven-Cadenberge und Bremerhaven stellten Ermittler Anscheinswaffen, einen Säbel sowie Datenträger sicher. Spezialkräfte waren im Einsatz.
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Cuxhaven. Am Mittwoch, 29. April, haben Ermittler am Morgen mehrere Wohnungen und Objekte in Cuxhaven-Cadenberge sowie in Bremerhaven durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.
Wie die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg mitteilt, richtet sich das Ermittlungsverfahren gegen mehrere junge Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Hauptverdächtig ist ein 20-jähriger Serbe. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er gemeinsam mit weiteren Personen syrischer und sudanesischer Staatsangehörigkeit Planungen für eine islamistisch motivierte Gewalttat in Deutschland vorangetrieben haben. Hinweise dazu waren über das Bundeskriminalamt an die Ermittler weitergegeben worden. Die ursprünglichen Informationen stammten von einer Sicherheitsbehörde aus den USA, dem New York Police Department (NYPD).
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Verdächtigen bewaffnet sind, rückten Spezialkräfte der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg, des Landeskriminalamtes Bremen sowie Einheiten der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen an. Unterstützt wurden sie zudem von Diensthundführern der Polizeidirektion Braunschweig sowie Kräften der Polizeiinspektion Cuxhaven und der Ortspolizeibehörde Bremerhaven.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zwei Anscheinswaffen, einen Säbel sowie mehrere Mobiltelefone und Datenträger sicher. Scharfe Schusswaffen oder Gegenstände, die unmittelbar auf konkrete Anschlagsvorbereitungen hindeuten, fanden die Beamten nach Angaben der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg jedoch nicht. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel läuft weiterhin.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |