Razzia in Rheinbach: Kokain und Pistole bei JVA-Ermittlungen gefunden
- Auch Räume der JVA Rheinbach wurden am Dienstag durchsucht
- Foto: Thomas Banneyer/dpa
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Rheinbach. In der JVA Rheinbach bei Bonn ermitteln Behörden gegen acht suspendierte Bedienstete.
Nach dpa-Informationen fanden Ermittler bei den Durchsuchungen in Privatwohnungen unter anderem 15 Gramm Kokain, eine geringe Menge Amphetamin sowie eine alte Pistole mit Patronen und Magazinen. In der JVA selbst sicherten die Einsatzkräfte vor allem Daten.
Ermittler durchsuchen Wohnungen in zwei Bundesländern
Am Dienstag, 14. Juli, wurden ab 7.30 Uhr zeitgleich die JVA und acht Wohnungen durchsucht. Betroffen waren Köln, Euskirchen, Rheinbach und Siegburg sowie die Landkreise Mayen-Koblenz und Neuwied. Laut Polizei waren rund 60 Einsatzkräfte im Einsatz.
Beschlagnahmt wurden nach dpa-Informationen Dutzende Beweismittel. Dazu zählen vor allem Handys, Laptops und Schriftsätze.
Vorwurf: Handys und Drogen gegen Geld in die JVA gebracht
Nach Angaben von Justizminister Benjamin Limbach sollen die beschuldigten JVA-Beamten gegen Geld Handys und Drogen in das Gefängnis geschmuggelt und an Insassen übergeben haben. Die verbotenen Gegenstände sollen den Gefängnismitarbeitern außerhalb der Anstalt von Angehörigen oder Freunden übergeben worden sein.
Die acht Beschuldigten wurden laut Ministerium suspendiert und erhielten von der Gefängnisleitung Hausverbot.
Sondersitzung im Landtag am Mittwoch
Justizminister Limbach soll den Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags am Mittwoch, 15. Juli in einer Sondersitzung ab 9 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren. Die Sitzung hatten die Oppositionsfraktionen von SPD und FDP beantragt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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