Razzia im Rhein-Main-Gebiet: Ausbeutung chinesischer Arbeiter
- Polizei und Zoll haben elf Objekte durchsucht. (Symbolbild)
- Foto: Hannes P. Albert/dpa
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Frankfurt am Main. Ermittler sind im Rhein Main Gebiet gegen mutmaßliche Schleusung und Ausbeutung von Arbeitskräften vorgegangen. Bei einer groß angelegten Razzia wurden mehrere Wohnungen, Firmenräume und Lagerhallen durchsucht.
Am Donnerstag, 21. Mai, durchsuchten Staatsanwaltschaft und Hauptzollamt Frankfurt insgesamt elf Objekte. Rund 300 Einsatzkräfte waren beteiligt. Die Maßnahmen richteten sich gegen zwei Männer und eine Frau im Alter von 34 bis 45 Jahren.
Verdacht gegen Betreiber von E Commerce Firmen
Die Beschuldigten arbeiten nach Angaben der Ermittler für zwei Unternehmen aus dem Bereich E Commerce mit Elektronikprodukten. Ihnen wird vorgeworfen, in großem Umfang Arbeitskräfte aus China beschäftigt zu haben.
Viele der Beschäftigten sollen nicht korrekt bei der Sozialversicherung gemeldet gewesen sein. Teilweise hätten sie zudem nicht über den erforderlichen Aufenthaltstitel verfügt.
Durchsuchungen in mehreren Städten
Die Einsatzorte lagen in mehreren Städten der Region:
- Frankfurt am Main
- Mainz
- Wiesbaden
- Kelsterbach
- Hochheim am Main
- Saarbrücken
- Großostheim
Nach Angaben der Ermittler wurden in einigen Lagerhallen zudem sehr schlechte Arbeits und Wohnbedingungen festgestellt. Beschrieben werden niedrige Temperaturen, verschmutzte Zimmer und unhygienische Sanitäranlagen.
Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen und Beweise dauert an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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