Rätsel um Polizeieinsatz in Mannheim: Was geschah am 29. August?
- Worum ging es bei einer Auseinandersetzung in Mannheim? (Symbolbild)
- Foto: Jens Büttner/dpa
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Mannheim. Für Bürgerinnen und Bürger in Mannheim bleibt nach einer mutmaßlichen politischen Auseinandersetzung unklar, was am 29. August genau geschehen ist. Die Polizei ermittelt, nennt wegen des laufenden Verfahrens aber zunächst keine Details zu Beteiligten, möglichen Verletzten oder Ablauf.
Polizei bestätigt Einsatz vor Ort
Nach Medienberichten soll es an dem Samstag zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen politisch unterschiedlich ausgerichteten Gruppen gekommen sein. Das rechtskonservative Portal „Apollo News“ berichtete, eine „Gruppe konservativer Aktivisten“ sei von „vermummten Linksextremisten“ mit Schlagstöcken attackiert worden. Dabei soll es Verletzte gegeben haben.
Die Polizei bestätigte auf Anfrage lediglich, dass sie wegen einer Auseinandersetzung an diesem Tag ermittelt. Beamte seien vor Ort gewesen und hätten Kontakt zu Geschädigten gehabt, sagte ein Sprecher. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.
AfD-Abgeordnete verlangen Aufklärung
Der Mannheimer AfD-Bundestagsabgeordnete Heinrich Koch sowie die Mannheimer AfD-Landtagsabgeordneten Bernhard Pepperl und Rüdiger Ernst fordern eine „umfassende und transparente Aufklärung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und die zuständigen Staatsschutzbehörden“. Es müsse geklärt werden, ob eine organisierte, politisch motivierte Gewalttat mit überregionalen Strukturen vorliege, teilten die drei Politiker mit.
Indymedia-Eintrag nennt Gruppe
Auf der vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Plattform Indymedia hieß es, bei dem Vorfall sei es um die Gruppe „Gemeinsam Deutschland Gestalten“ gegangen. Rund 20 Personen dieser Gruppe hätten nach dem Eintrag zu einem Stammtisch zusammenkommen wollen und seien von lokalen Antifaschistinnen und Antifaschisten umstellt worden. Eine „erzieherische Abreibung“ habe demnach zu einigen Verletzten geführt.
Die Angaben aus dem Indymedia-Eintrag sind nicht unabhängig bestätigt. Auf der Plattform können Beiträge ohne Registrierung und auch anonym oder unter falschem Namen veröffentlicht werden. Bereits mehrfach haben sich dort veröffentlichte vermeintliche Bekennerschreiben und andere Beiträge als Fälschungen herausgestellt. Die Ermittlungen der Polizei sollen nun klären, was am 29. August in Mannheim tatsächlich passiert ist. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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