Prozess in Trier abgeschlossen: Mann nach Tod eines Kindes wegen Totschlags verurteilt

Der Prozess um ein getötetes Kleinkind endete mit dem Urteil. (Symbolbild) | Foto: Harald Tittel/dpa
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Trier. Im Prozess um den Tod eines zweijährigen Kindes steht nun das Strafmaß fest. Das Landgericht Trier hat einen heute 22 Jahre alten Mann wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt.

Nach Angaben eines Justizsprechers hatte der Angeklagte im Juli 2024 den Sohn seiner Lebensgefährtin mehrfach geschlagen und heftig geschüttelt. Das Kind erlitt ein schweres Schütteltrauma. Rund sechs Wochen später starb der Zweijährige an den Folgen der Verletzungen.

Es ist bereits das zweite Urteil in dem Fall. In einem früheren Verfahren war der Mann ebenfalls wegen Totschlags verurteilt worden. Damals verhängte das Gericht eine Jugendstrafe von sechs Jahren und neun Monaten.

Bundesgerichtshof verlangte neue Prüfung

Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil jedoch teilweise beanstandet. Nach Auffassung der Richter sei nicht ausreichend geprüft worden, ob auch sonstige niedrige Beweggründe vorliegen könnten. In diesem Fall hätte eine Verurteilung wegen Mordes in Betracht kommen können. Deshalb wurde der Prozess neu aufgerollt.

Im neuen Verfahren forderte die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von acht Jahren. Die Verteidigung plädierte erneut auf sechs Jahre und neun Monate. Der Nebenklagevertreter des leiblichen Vaters verlangte sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Eine weitere Nebenklage schloss sich der Forderung der Staatsanwaltschaft an.

Das Gericht blieb schließlich bei der Bewertung als Totschlag und erhöhte die Jugendstrafe auf sieben Jahre. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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