Protestaktion in Heidenheim: Aktivisten legen Hack-Hakenkreuz im Hotel
- Die AfD-Delegierten zeigten sich nicht begeistert von der Geburtstagsüberraschung.
- Foto: Stefan Puchner/dpa
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Heidenheim. Gäste eines Hotels am Congress Centrum in Heidenheim sind am Samstag, 6. Juni, mit einer ungewöhnlichen Protestaktion konfrontiert worden. Linke Aktivisten platzierten beim Frühstück der AfD-Delegierten ein Hakenkreuz aus veganem Hackfleisch auf einem Drehteller.
Nach Angaben der Gruppe stammten die Beteiligten aus dem Umfeld des Zentrums für Politische Schönheit. Um das aus Hack geformte Symbol legten sie einen Schriftzug mit der Botschaft „Vorsicht vor der NSAFD“. Die Wortkombination spielt auf die NSDAP der Nationalsozialisten und die AfD an.
Aktivisten mieteten sich im Hotel ein
Für den Zugang zum Frühstücksraum hätten sich Beteiligte zuvor in dem Hotel einquartiert. Dort übernachteten auch Delegierte des AfD Landesparteitags in Heidenheim. Das Arrangement bestand laut den Aktivisten aus rund 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch sowie Zwiebeln und Gewürzgurken.
Der federführende Aktivist bezeichnete die Aktion gegenüber der Deutschen Presse Agentur als „künstlerische Intervention“. Ziel sei gewesen, Menschen zum Nachdenken zu bringen. Der klassische Mett Igel sei schließlich eine „deutsche Institution“.
Polizei prüft möglichen Straftatbestand
Die Polizei bestätigte den Vorfall. Eine dem linken Spektrum zuzuordnende Person habe am Morgen ein „hakenkreuzförmiges Gebilde aus Hackfleisch“ am Büfett platziert, sagte ein Sprecher. Die Ermittler prüfen nun den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Die Aktivisten sehen dagegen keinen Straftatbestand. Durch den politischen Kontext sei das Symbol klar eingeordnet worden.
Empörung bei der AfD
Für scharfe Kritik sorgte die Aktion bei der Parteiführung. Der baden württembergische AfD Landesvorsitzende Emil Sänze sprach auf dem Parteitag von einer Schmach für die anwesenden Politiker. Er berichtete von „Antifa Leuten“, die im Hotel gewesen seien und dort ein Hakenkreuz aus Hack aufgestellt hätten.
Das Zentrum für Politische Schönheit ist für provokante politische Aktionen bekannt. Im Sommer des vergangenen Jahres störten Aktivisten der Gruppe auch ein ARD Interview mit AfD Chefin Alice Weidel im Berliner Regierungsviertel. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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