Polizeischüsse in Walldorf: Bodycams zeigen lange Deeskalationsversuche
- Weil Pfefferspray und Warnschüsse ihn nicht aufhielten, gaben die Polizisten mehrere Schüsse auf den Mann ab. (Archivbild)
- Foto: Priebe/pr-video /dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Walldorf. Nach den Polizeischüssen auf einen 20 Jahre alten Mann in Walldorf geben neue Details aus Bodycam-Aufnahmen Einblick in den Einsatz. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt versuchten Beamte über längere Zeit, den jungen Mann zur Aufgabe zu bewegen.
Der Vorfall ereignete sich am Montag, 12. Mai, im Rhein Neckar Kreis. Der Mann soll zunächst vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet sein. Später bedrohte er laut Ermittlern die Polizisten mit einem Messer.
Mehrere Versuche der Deeskalation
Die Auswertung der Bodycams zeigt nach Angaben der Behörden, dass die Einsatzkräfte wiederholt versuchten, die Situation ohne Schusswaffe zu beenden. Demnach forderten sie den Mann mehrfach auf, das Messer wegzulegen.
Zum Einsatz kamen laut Mitteilung unter anderem
- verbale Aufforderungen zur Aufgabe
- Pfefferspray
- Warnschüsse
Keine dieser Maßnahmen habe den 20 Jährigen gestoppt.
Mann läuft mit Messer auf Beamte zu
Nach Darstellung der Ermittler lief der Mann schließlich schnell und in bedrohlicher Weise mit dem Messer auf die Beamten zu. Daraufhin schossen drei Polizisten auf den 20 Jährigen und verletzten ihn schwer.
Der Mann befindet sich weiterhin im Krankenhaus. Sein Zustand gilt derzeit als stabil. Die Ermittlungen zum Ablauf des Einsatzes dauern an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |