Polizeieinsatz in Berns Freibad: Stadt nennt Vorgehen falsch
- In einem Freibad in Bern gab es einen Polizeieinsatz. (Symbolbild)
- Foto: Christiane Oelrich/dpa
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Bern. Der Vorfall in einem Freibad in Bern zeigt, wie schnell Streit um Regeln in einem sensiblen Badebereich eskalieren kann. Am Sonntagnachmittag wurde dort eine Transfrau nach Beschwerden aus einem FKK-Frauenbereich von der Polizei abgeführt.
Nach Angaben der Polizei hatte das Personal im Marzilibad die Frau zuvor aufgefordert, den Frauenbereich zu verlassen. Sie habe sich geweigert. Daraufhin sei die Polizei gerufen worden. Vor Ort protestierten mehrere Personen gegen das Vorgehen. Dabei kam es laut Polizei zu einem Gerangel, bei dem eine Polizistin verletzt wurde.
Stadt Bern widerspricht dem Vorgehen
Die Stadt Bern kritisierte den Einsatz im Nachhinein deutlich. Das Bad habe sich, nachdem Gespräche kein Ergebnis gebracht hätten, „fälschlicherweise für eine polizeiliche Wegweisung“ entschieden. Die zuständige Direktion bedauerte die Entscheidung und entschuldigte sich bei der betroffenen Person.
Nach Darstellung der Stadt haben alle Personen, die sich als Frau identifizieren und als solche leben, Zugang zum freiwilligen FKK-Bereich „Paradiesli“.
Ermittlungen nach dem Einsatz
Die Transfrau wurde nach Polizeiangaben zunächst mit auf die Wache genommen und später wieder entlassen. Anschließend habe es eine spontane Solidaritätskundgebung gegeben, die friedlich verlaufen sei. Weitere Angaben zum Grund der vorläufigen Festnahme machte die Polizei zunächst nicht. Zu dem Vorfall wird ermittelt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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