Pforzheim: Verdächtiger nach Angriff auf Kontrolleure in Haft
- Ein ebenfalls dringend tatverdächtiger 19-Jähriger sei noch auf der Flucht, hieß es weiter. (Symboldbild)
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Pforzheim. In Pforzheim sitzt nach einem Angriff auf Fahrkartenkontrolleure ein mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen betreffen einen Vorfall im öffentlichen Nahverkehr, der Fragen zur Sicherheit von Kontrollpersonal aufwirft.
Nach Angaben der Polizei wurde ein 17-Jähriger festgenommen. Er soll am Freitag, 13. März zwei Ticketkontrolleure mit Pfefferspray attackiert haben. Ziel sei gewesen, einem Begleiter die Flucht vor einer Kontrolle zu ermöglichen.
Schwere Vorwürfe und laufende Fahndung
Gegen den Jugendlichen erließ ein Gericht Haftbefehl. Der dringende Verdacht lautet auf besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung. Ein weiterer Tatverdächtiger im Alter von 19 Jahren wird weiterhin gesucht.
So schildert die Polizei den Ablauf
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wollten die Kontrolleure vor dem Angriff in einen Bus einsteigen. Zwei Fahrgäste sollen daraufhin aus dem Fahrzeug gerannt sein, um einer Kontrolle zu entgehen. Dabei stießen sie das vor den Türen stehende Kontrollpersonal zu Boden.
Einem Kontrolleur gelang es demnach, einen der Flüchtenden am Bein festzuhalten. Dieser habe sich mit einem Schlag ins Gesicht losgerissen. Zudem soll der 17-Jährige mehrfach Pfefferspray in Richtung der Kontrolleure gesprüht haben. Beide Angreifer konnten zunächst entkommen.
Einordnung zur Sicherheit im Nahverkehr
Angriffe auf Kontrollpersonal rücken bundesweit stärker in den Fokus. Hintergrund ist auch ein tödlicher Vorfall in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz im Februar. Ein Zugbegleiter starb dort nach schweren Kopfverletzungen infolge einer Ticketkontrolle. Die aktuelle Tat in Pforzheim wird vor diesem Hintergrund besonders aufmerksam verfolgt. dpa/red
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Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |