Neue Spur im Mordfall in Lahr: Polizei prüft Klinik-Umfeld
- Um den Fall ging es in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst».
- Foto: Peter Kneffel/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Lahr. Mehr als 25 Jahre nach dem Mord an einem Arzt in Lahr sehen Ermittler neue Chancen zur Aufklärung. Die Kriminalpolizei Offenburg prüft inzwischen einen konkreten Verdacht aus dem beruflichen Umfeld des Opfers.
Nach Angaben von Kriminaldirektor Steffen Siefert sind zuletzt vor allem männliche Mitarbeiter der Klinik stärker in den Fokus der Ermittlungen geraten. Daraus habe sich ein Verdacht ergeben. Details nennt die Polizei nicht, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Mordfall beschäftigt Ermittler seit Jahrzehnten
Der 39 Jahre alte Narkosearzt war am 21. Januar tot in einem Gebüsch gefunden worden. Er war erwürgt worden. Kurz zuvor hatte er das Herzzentrum in Lahr verlassen und wollte offenbar zum Bahnhof gehen. Dort kam er jedoch nie an.
Der Mord blieb lange ungeklärt. Der Fall gilt seit Jahren als sogenannter Cold Case. Am Mittwoch, 6. Mai, wurde er erneut in der ZDF Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorgestellt.
Neue Hinweise und DNA Spuren ausgewertet
Nach Angaben der Polizei konnten inzwischen DNA Spuren gesichert werden. Sie könnten vom Täter oder aus dessen Umfeld stammen. Zudem meldeten sich im vergangenen Jahr mehrere Zeugen mit Hinweisen.
Darunter war auch eine Beobachtung am mutmaßlichen Tatort nahe dem Lahrer Bahnhof. Diese Hinweise halfen den Ermittlern nach eigenen Angaben, den Ablauf des Geschehens genauer zu rekonstruieren.
Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass sich Täter und Opfer bereits zuvor an der Herzklinik begegnet waren. Eine lange geplante Tat halten die Ermittler dagegen für unwahrscheinlich. Nach ihrer Einschätzung könnte ein Streit eskaliert sein.
Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |