Neue Polizei-Streifen an Saar und Mosel: Deutsche und Luxemburger gemeinsam unterwegs
- Es wurden gemeinsame Streifen vereinbart.
- Foto: Harald Tittel/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Trier. Reisende und Pendler an der deutsch luxemburgischen Grenze werden künftig häufiger gemischte Polizeistreifen sehen. Beamte aus Deutschland und Luxemburg gehen in den Grenzregionen nun regelmäßig gemeinsam auf Streife.
Die Teams bestehen jeweils aus mindestens einem Beamten der Bundespolizei und einem Polizisten aus Luxemburg. Die Einsätze finden in den Grenzgebieten im Saarland und in Rheinland Pfalz statt. Ziel ist es, grenzüberschreitende Kriminalität schneller zu erkennen und zu bekämpfen.
Mehr Präsenz vor allem in Zügen
Nach Angaben der Behörden soll die gemeinsame Präsenz vor allem im öffentlichen Verkehr sichtbar werden. Besonders auf Bahnstrecken zwischen Luxemburg und Deutschland sollen die gemischten Streifen unterwegs sein.
Luxemburgs Generaldirektor der Polizei, Pascal Peters, sprach bei der Unterzeichnung der Vereinbarung von einer wichtigen Neuerung der Sicherheitspolitik. Durch den Austausch von Informationen, Erfahrung und Ressourcen könnten Gefahren schneller erkannt werden.
Gemeinsame stationäre Grenzkontrollen sind jedoch nicht geplant.
Einsätze zunächst mehrmals pro Woche
Rechtliche Grundlage für die Kooperation ist der Prümer Vertrag. Dieser wurde am Donnerstag, 27. Mai in der Eifelstadt Prüm geschlossen und stärkt seitdem die Zusammenarbeit europäischer Staaten im Kampf gegen Terrorismus, Kriminalität und illegale Migration.
Nach Angaben der Bundespolizeidirektion Koblenz sollen die gemischten Streifen zunächst mehr als einmal pro Woche eingesetzt werden. Perspektivisch könne die Zahl der Einsätze weiter steigen.
Die Behörden sehen darin auch ein Signal für die Menschen in den Grenzregionen entlang von Our, Sauer und Mosel. Ziel sei mehr Sicherheit durch eine engere Zusammenarbeit der Polizeien beider Länder. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |