Mordprozess in Saarbrücken: 93 Stiche bei Sex-Treffen im Wald
- Eine Frau steht wegen Mordes zur Befriedigung des Geschlechtstriebs vor Gericht (Symbolbild)
- Foto: Oliver Dietze/dpa
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Saarbrücken. Vor dem Landgericht Saarbrücken hat ein aufsehenerregender Mordprozess begonnen. Eine 36 Jahre alte Frau soll ihre Sexualpartnerin bei einem Treffen in einem Waldstück nahe Rehlingen-Siersburg getötet haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs vor. Nach den Ermittlungen soll es bei dem Treffen zu sexuellen Praktiken aus dem sadomasochistischen Spektrum gekommen sein.
Angeklagte soll Opfer mit Kette gewürgt haben
Laut Anklage würgte die 36-Jährige ihre 30 Jahre alte Partnerin zunächst mit einer Gliederkette. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen im Halsbereich und konnte sich nicht mehr wehren.
Anschließend soll die Angeklagte wie im Rausch 93 Mal mit einem Küchenmesser auf das Opfer eingestochen haben. Die Frau starb laut Anklage an starkem Blutverlust und an stumpfen Verletzungen im Halsbereich. Ein Spaziergänger entdeckte später die Leiche auf einem Feldweg.
Kennenlernen in psychiatrischer Einrichtung
Nach früheren Angaben stammen sowohl die Angeklagte als auch das Opfer aus Baden Württemberg. Sie hatten sich etwa vier Wochen vor der Tat in einer psychiatrischen Einrichtung in Nordbaden kennengelernt.
Die 36-Jährige wurde nach der Tat im rheinland pfälzischen Kreis Mainz Bingen festgenommen. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft.
Gutachter prüft mögliche psychische Erkrankung
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fühlt sich die Angeklagte als Mann und gilt als sehr dominant. Das Opfer soll sozial und emotional auf dem Stand eines Kleinkindes gewesen sein.
Im Prozess soll nun ein psychiatrischer Sachverständiger klären, ob bei der Beschuldigten eine psychische Erkrankung vorliegt und welche Rolle sie bei der Tat gespielt haben könnte. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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