Missbrauchsprozess in München: Priester nach Wiesn-Besuch angeklagt
- Der Prozess begann am Landgericht München I. (Symbolbild)
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München. Vor dem Landgericht München I hat ein Prozess begonnen, der schwere Vorwürfe gegen einen katholischen Priester behandelt. Der 58 Jahre alte Geistliche soll zwei Jugendliche nach einem Besuch des Oktoberfests missbraucht haben.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann die Teenager im Jahr 2005 auf die Wiesn eingeladen haben. Dort habe er ihnen viel Alkohol gekauft. Später soll er sich in einem Hotelzimmer an den stark betrunkenen und deshalb wehrlosen Jugendlichen vergangen haben.
Weitere Vorwürfe aus früheren Jahren
Der Priester stammt aus der Erzdiözese Freiburg. Damals war er im Rahmen eines sogenannten Gestellungsvertrags als Pfarrer in einer kleinen Gemeinde tätig.
Die Anklage wirft ihm außerdem weitere Taten vor. Zwischen 1997 und 2008 soll er im Pfarrheim seiner damaligen Gemeinde mehrfach mit männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren Alkohol getrunken haben. Dabei soll es ebenfalls zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Laut Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte einzelne Taten sogar fotografiert haben.
Urteil Anfang April möglich
Der heute 58 Jahre alte Mann lebte zuletzt in einem Kloster in Oberbayern. Medienberichten zufolge hat er die Vorwürfe eingeräumt.
Das Landgericht München I hat vier Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte nach derzeitiger Planung am Dienstag, 1. April, fallen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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