Messerangriff in Freiburg: Verdächtiger in U-Haft
- Nach dem tödlichen Messerangriff in Freiburg-Rieselfeld sitzt ein 30-jähriger dringend Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei prüft zudem einen Zusammenhang mit einem weiteren Messerangriff am Schlossbergring.
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Freiburg. Am Mittwoch, 9. September, hat das zuständige Amtsgericht am Nachmittag einen Haftbefehl gegen den 30-jährigen dringend Tatverdächtigen erlassen und in Vollzug gesetzt, wie das Polizeipräsidium Freiburg berichtet.
Die Staatsanwaltschaft hatte den Haftbefehl wegen versuchten und vollendeten Mordes beantragt. Hintergrund sind zwei Taten vom Sonntag, 6. September, und Dienstag, 8. September. Der Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Nach den bisherigen gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Freiburg war der Tatverdächtige bereits früher unter anderem mehrfach wegen Eigentums- und Rohheitsdelikten sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgefallen. Ob es zwischen den Opfern und dem dringend Tatverdächtigen eine Vorbeziehung gab, wird weiter geprüft. Nach aktuellem Stand gibt es entgegen öffentlicher Annahmen, besonders in sozialen Medien, keine Hinweise auf Mittäter. Die Kriminalpolizei Freiburg hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und arbeitet intensiv daran, die Umstände beider Taten aufzuklären.
Nach der Erstmeldung war am Dienstag, 8. September, gegen 21.20 Uhr über den Polizeinotruf eine schwer verletzte Person auf einem Parkplatz an der Willy-Brandt-Allee/Carl-von-Ossietzky-Straße im Stadtteil Rieselfeld gemeldet worden. Mehrere Streifen fanden dort einen leblosen 74 Jahre alten Mann. Er wies augenscheinlich Stich- und Schnittverletzungen auf und starb trotz medizinischer Sofortmaßnahmen des Rettungsdienstes noch am Tatort. Aufgrund einer Personenbeschreibung von Zeugen nahmen Einsatzkräfte wenig später im Bereich der Berliner Allee einen 30-jährigen deutschen Staatsangehörigen vorläufig fest. Bei der Fahndung waren unter anderem die Polizeihundeführerstaffel und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Auch die mutmaßliche Tatwaffe wurde unweit des Tatorts gefunden und sichergestellt.
Nach derzeitigem Stand besteht zudem der dringende Verdacht, dass der 30-Jährige auch für ein versuchtes Tötungsdelikt am Sonntag, 6. September, am Freiburger Schlossbergring in Betracht kommt. Dort soll er nach bisherigen Erkenntnissen einen erst kurz zuvor kennengelernten Mann unvermittelt mit einem Messer angegriffen und verletzt haben. Das Motiv ist weiter unklar. Über die laufenden Ermittlungen hinaus teilen Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit keine weiteren Informationen mit. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, erreichen die Kriminalpolizei Freiburg rund um die Uhr telefonisch unter 0761 882-2880.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |