Mehr Gewaltopfer suchen Hilfe: Weißer Ring verzeichnet deutlichen Anstieg
- Im vergangenen Jahr hat der Weiße Ring nach eigenen Angaben rund 100 Fälle mehr bearbeitet als im Vorjahr. (Symbolbild)
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Opferhilfe. Deutlich mehr Menschen melden sich beim Weißen Ring. Der Opferschutzbund betreute in Rheinland-Pfalz zuletzt spürbar mehr Betroffene von Kriminalität und insbesondere von Gewalt.
Nach Angaben der Landesvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler stieg die Zahl der Beratungen im Jahr 2025 vor allem bei Körperverletzung und Sexualdelikten. Insgesamt bearbeitete der Weiße Ring landesweit rund 100 Fälle mehr als im Jahr zuvor.
Bei Körperverletzung registrierten die Ehrenamtlichen 495 Beratungsfälle. Mehr als die Hälfte davon betraf häusliche Gewalt. Sexualdelikte machten mit 318 Fällen etwa jeden vierten Beratungsfall aus. Zusammengenommen entfielen damit rund zwei Drittel aller Hilfen auf diese beiden Deliktfelder.
Hilfe auch ohne Anzeige möglich
Gerade bei häuslicher Gewalt suchten viele Betroffene erst spät Unterstützung, sagte Bätzing-Lichtenthäler. Scham spiele dabei weiterhin eine große Rolle. Der Weiße Ring biete deshalb auch anonyme Beratung an. Eine Anzeige bei der Polizei sei keine Voraussetzung, um Hilfe zu erhalten.
Im vergangenen Jahr unterstützte der Verein Kriminalitätsopfer mit mehr als 265.000 Euro an Hilfen. Dazu gehörten unter anderem Gutscheine für Rechtsberatung sowie finanzielle Soforthilfen. Zusätzlich wurden Beratungsschecks für psychologische Unterstützung ausgegeben, um schnelle Termine in Trauma-Ambulanzen zu ermöglichen.
Ehrenamt und Spenden tragen die Arbeit
Der Weiße Ring erhält keine Zuschüsse von Land oder Bund. Finanziert wird die Arbeit über Mitgliedsbeiträge, Spenden und gerichtliche Geldauflagen. In Rheinland-Pfalz engagieren sich derzeit 227 Ehrenamtliche in 27 Außenstellen. Die Zahl der Mitglieder sank nach der Corona-Zeit auf zuletzt rund 2.615. dpa/red
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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