Mehr Drogenfunde in Luxemburg: Flughafen als Transitpunkt
- Fast 3,5 Tonnen Drogen sind 2025 am Flughafen Luxemburg beschlagnahmt worden. (Archivbild)
- Foto: Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung Luxemburg/dpa
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Luxemburg. In Luxemburg haben Polizei und Zoll nach eigenen Angaben seit 2025 am Flughafen eine deutlich spürbare Zunahme bei Sendungen und sichergestellten Mengen an Drogen registriert.
Große Mengen im Frachtzentrum entdeckt
Im vergangenen Jahr wurden im Frachtzentrum des Flughafens unter anderem knapp 2,3 Tonnen Marihuana, gut 870 Kilo Kokain, rund 108 Kilo Haschisch und fast 74 Kilo Methamphetamin abgefangen.
Besonders auffällig war ein Fund von 500 Kilo Kokain aus Brasilien. Die Drogen waren laut Behörden in großen Mengen Speisestärke versteckt. Der Wert der beschlagnahmten Ware wurde auf rund 100 Millionen Euro geschätzt.
In diesem Frühjahr entdeckten Zöllner zudem rund 90 Kilo Methamphetamin in einem Backofen. Die Sendung kam aus Südamerika. Der geschätzte Wiederverkaufswert lag bei etwa einer Million Euro.
Luxemburg laut Polizei vor allem Transitpunkt
Nach Angaben der Polizei stammen Kokainsendungen überwiegend aus Südamerika. Cannabisprodukte kämen gelegentlich auch aus Mittel und Nordamerika. Die sichergestellten Drogen seien meist nicht für Luxemburg bestimmt gewesen, sondern für Empfänger in anderen europäischen Staaten.
Die Polizei sieht Luxemburg deshalb vor allem als Transitpunkt. Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass das Land gezielt als Umschlagplatz genutzt werde. Zugleich gebe es derzeit keine Hinweise, dass sich Luxemburg zu einer führenden europäischen Drehscheibe des internationalen Drogenhandels entwickle.
Behörden setzen auf strenge Kontrollen
Nach Behördenangaben wurden Kontroll und Ermittlungsmaßnahmen fortlaufend angepasst und verstärkt. Der Zoll überprüfe den Frachtverkehr streng und systematisch. Auffällige Frachtdokumente und verdächtige Sendungen würden gezielt kontrolliert.
Bei Funden informieren die Behörden den Angaben zufolge sofort die zuständigen Stellen in den Zielländern. Die internationale Zusammenarbeit habe bereits zu bedeutenden Ermittlungserfolgen geführt. Empfänger seien identifiziert und kriminelle Netzwerke geschwächt oder zerschlagen worden.
Der Flughafen Luxemburg zählt zu den wichtigen Luftfrachtdrehkreuzen Europas und ist damit nach Einschätzung der Polizei grundsätzlich attraktiv für kriminelle Organisationen. Sie versuchten, bestehende Handels und Transportstrukturen für ihre Zwecke zu missbrauchen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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