Löschroboter im Brandgebiet bei Bad Kreuznach angekommen
- Der Löschroboter kommt aus dem niedersächsichen Landkreis Vechta.
- Foto: Thomas Frey/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Bad Kreuznach. Im schwer zugänglichen Waldbrandgebiet am Rotenfels bei Bad Kreuznach soll jetzt ein spezieller Löschroboter helfen. Das ferngesteuerte System ist am Montag, 29. Juni, am Einsatzort angekommen und wird seit dem Vormittag für den Einsatz vorbereitet.
Ein Tieflader brachte das Gerät aus dem niedersächsischen Landkreis Vechta in den Kreis Bad Kreuznach. Nach Angaben des rheinland pfälzischen Landesbrand und Katastrophenschutzinspekteurs Tom Riedel gibt es bundesweit kein vergleichbares System.
Hightech Hilfe aus Niedersachsen und Hessen
Der Roboter wurde von einer Firma im Kreis Vechta entwickelt. Er wird über einen Leitstand gesteuert und kann Wasser über einen bis zu 800 Meter langen Schlauch beziehen. Die Versorgung erfolgt etwa aus Tanks oder über Wasserwerfer.
Unterstützung kommt auch aus Hessen. Die Feuerwehr aus Hanau hat kleinere sogenannte Satellitengeräte in das Brandgebiet gebracht. Sie können den großen Löschroboter ergänzen. Das komplette System mit Zubehör kostet rund 2,8 Millionen Euro.
Munition im Boden erschwert Löscharbeiten
Der Einsatz der Technik ist notwendig, weil Feuerwehrleute das Gelände nicht betreten können. Das Gebiet ist mit Munition belastet. Der Roboter soll deshalb vor allem Glutnester aufspüren und löschen.
Nach Regen in der Nacht zum Montag hat sich die Lage etwas entspannt. Der Brand ist aber weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.
Auch für die Menschen im Ort Traisen bleibt die Situation angespannt. Der Ort wurde vollständig geräumt. Am Montagvormittag durften einige Bewohner kurzzeitig zurück, um vergessene Gegenstände aus ihren Häusern zu holen. Ein Bus brachte sie in die Gemeinde nahe dem Brandgebiet. Wann eine dauerhafte Rückkehr möglich ist, ist weiterhin unklar. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |