Leerer Stausee wird zur Falle – gleich mehrere Menschen müssen gerettet werden
- Am Stausee der Schwarzenbach-Talsperre sollen sich laut dem zuständigen Energieversorger EnBW «über 100 gut sichtbare Hinweisschilder sowie klare Absperrungen an den Zuwegen» befinden.
- Foto: Benjamin Groth/EnBW/dpa
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Forbach. Mehrere Rettungseinsätze im abgelassenen Stausee der Schwarzenbach Talsperre zeigen die Gefahr für Spaziergänger und Ausflügler. Nach drei Einsätzen innerhalb kurzer Zeit weist der Energieversorger EnBW auf umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und ein klares Betretungsverbot am Seeufer hin.
Der Stausee bei Forbach im Kreis Rastatt ist derzeit wegen Sanierungsarbeiten vollständig abgelassen. Besonders bei gutem Wetter zieht der ungewöhnliche Anblick viele Menschen an. Einige betreten jedoch trotz Verbots das freiliegende Becken.
Drei Menschen aus leerem See gerettet
Die Feuerwehr musste nach eigenen Angaben inzwischen drei Personen aus dem trockengelegten Stausee retten. Am Sonntag, 26. April, stürzte eine Frau im inneren Bereich des Sees an einem stark abschüssigen Ufer. Sie rutschte einen Hang hinunter und musste von der Bergwacht gerettet werden.
Nur wenige Stunden später wurde ein Mann aus dem mittleren Bereich des Sees geborgen. Er hatte sich so schwer verletzt, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte.
Sumpfiger Untergrund im tiefsten Bereich
Nach Angaben der Feuerwehr ist vor allem der tiefste Teil des Sees besonders gefährlich. Dort befindet sich ein mooriger und sumpfiger Untergrund. Wer dort einsinkt, kann sich aus eigener Kraft kaum befreien.
Die Einsatzkräfte warnen deshalb eindringlich davor, das freigelegte Seebecken zu betreten.
EnBW verweist auf Schilder und Absperrungen
Der Betreiber der Talsperre hat nach eigenen Angaben zahlreiche Sicherungen eingerichtet. Dazu gehören
- mehr als 100 gut sichtbare Hinweisschilder
- Absperrungen an den wichtigsten Zugängen
- regelmäßige Kontrollen durch Mitarbeiter
Trotzdem sei eine vollständige Absperrung des gesamten Uferbereichs nicht praktikabel. Das teilte eine Sprecherin des Energieversorgers mit.
Der Stausee bleibt voraussichtlich noch mehrere Monate leer. An der Staumauer laufen Bauarbeiten, die laut EnBW bis Oktober dauern sollen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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